EEG-Vergütung 2026

Einspeisevergütung 2026: alle Sätze auf einen Blick

Wie viel bekommst du 2026 für deinen Solarstrom? Aktuelle EEG-Sätze, Überschuss- oder Volleinspeisung, was 2027 kommt – und warum Eigenverbrauch trotzdem mehr bringt.

7,70 ct/kWh
Überschuss bis 10 kWp
20 Jahre
feste Vergütung
31.12.2026
Inbetriebnahme für alte Sätze
0 % MwSt.
auf Solar + Speicher
EEG-Rechner

Vergütung live berechnen

Sätze ab 01.08.2026 · 20 Jahre fest bei Inbetriebnahme bis 31.12.2026 · Ertrag 950 kWh je kWp

Einspeise-Modus

Überschuss-Einspeisung: ca. 50 % Eigenverbrauch, der Rest fließt vergütet ins Netz. Sätze für eine Inbetriebnahme bis 31.12.2026 – dann 20 Jahre fest.

Deine Einspeisevergütung
Vergütung je kWh7,70 ct/kWh
pro Jahr366 €
Über 20 Jahre7.315 €
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Eigenverbrauch lohnt meist mehr: Bei rund 37 ct/kWh Strompreis (BDEW 2026) spart jede selbst genutzte Kilowattstunde fast fünfmal so viel, wie die Einspeisung bringt.

EEG-Novelle 2027: Festvergütung soll für Neuanlagen entfallen

Nach dem Regierungsentwurf (erste Lesung im Bundestag am 24.09.2026, noch kein Gesetz) soll es ab 01.01.2027 für neue Anlagen unter 50 kW nur noch eine befristete Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für höchstens 36 Monate geben. Ein Termin für die Schlussabstimmung steht noch nicht fest (Stand 18.10.2026), danach muss die EU-Kommission zustimmen. Wer bis 31.12.2026 in Betrieb geht, behält die aktuellen Sätze für 20 Jahre.

Alles zur EEG-Novelle 2027

Einspeisevergütung 2026 – die Tabelle

Die Einspeisevergütung regelt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Der Satz wird bei Inbetriebnahme für 20 Jahre plus das Inbetriebnahmejahr festgeschrieben. Diese Sätze gelten seit dem 01.08.2026:

Überschusseinspeisung (selbst verbrauchen, Rest einspeisen)

AnlagengrößeVergütung je kWhBeispiel: 10 kWp, 3.000 kWh eingespeist
bis 10 kWp7,70 ct3.000 kWh × 0,077 € = 231 € im Jahr
10–40 kWp6,66 ctanteilig für den Teil über 10 kWp
40–100 kWp5,44 ctanteilig für den Teil über 40 kWp

Volleinspeisung (alles einspeisen, kein Eigenverbrauch)

AnlagengrößeVergütung je kWhBeispiel: 10 kWp, 9.500 kWh eingespeist
bis 10 kWp12,22 ct9.500 kWh × 0,1222 € = 1.161 € im Jahr
10–40 kWp10,24 ctanteilig für den Teil über 10 kWp

Stand: 26.09.2026, Sätze ab 01.08.2026 (Bundesnetzagentur), unverändert bis 31.12.2026. Für den Teil über 40 kWp setzt unser Rechner bei Volleinspeisung vorsichtig 5,44 ct an.

Anteilige Berechnung bei größeren Anlagen

Über 10 kWp wird die Vergütung anteilig berechnet. Beispiel 15 kWp, Überschusseinspeisung mit 4.500 kWh im Netz:

  • Erste 10 kWp: 3.000 kWh × 0,077 € = 231,00 €
  • Nächste 5 kWp: 1.500 kWh × 0,0666 € = 99,90 €
  • Gesamt: 330,90 € im Jahr

Was 2026 außerdem gilt

  • Negative Börsenpreise: Für Anlagen, die seit dem 25.02.2025 in Betrieb gehen, gibt es in diesen Zeiten keine Vergütung. Anlagen unter 100 kW sind ausgenommen, bis das Jahr endet, in dem der Smart Meter eingebaut wird. Die ausgefallenen Zeiten werden hinten an den 20-jährigen Zeitraum angehängt (bei Solar mit dem Faktor 0,5, § 51a EEG).
  • 60-%-Grenze: Ohne Smart Meter und Steuerbox darfst du höchstens 60 % der installierten Leistung einspeisen.

Volleinspeisung oder Überschuss – was ist besser?

Volleinspeisung wird höher vergütet. Rechnet sich das? Der ehrliche Vergleich für eine 10-kWp-Anlage mit 9.500 kWh Ertrag, Strompreis 37 ct/kWh:

ModellEinspeisungEigenverbrauchVergütungErsparnis StromGesamt/Jahr
Überschuss, 70 % Eigenverbrauch2.850 kWh6.650 kWh219 €2.461 €2.680 €
Volleinspeisung9.500 kWh0 kWh1.161 €0 €1.161 €
Überschuss, 30 % Eigenverbrauch6.650 kWh2.850 kWh512 €1.055 €1.567 €

Annahme für die Zeile mit 70 % Eigenverbrauch: 6.650 kWh selbst genutzter Strom im Jahr. Das setzt einen hohen Verbrauch voraus, etwa einen Haushalt mit Wärmepumpe oder E-Auto und einem Speicher. Ohne solche Verbraucher nutzt ein Haushalt weniger selbst – für diesen Fall steht unten die Zeile mit 30 % Eigenverbrauch.

Ergebnis: Überschusseinspeisung mit hohem Eigenverbrauch bringt gut doppelt so viel wie Volleinspeisung. Selbst mit wenig Eigenverbrauch (30 %) liegt Überschuss vorn.

Wann Volleinspeisung trotzdem sinnvoll sein kann

  • Du hast sehr viel Dachfläche, zum Beispiel auf Scheune oder Nebengebäude.
  • Du betreibst zwei getrennte Anlagen: eine mit Überschusseinspeisung für den Eigenverbrauch und eine zweite mit Volleinspeisung. Das EEG erlaubt dieses Modell seit 2023 ausdrücklich.

Beachte: Nach dem Entwurf zum EEG 2027 soll der Volleinspeisebonus für Anlagen ab 2027 entfallen. Wer Volleinspeisung plant, muss also bis 31.12.2026 in Betrieb gehen.

Einspeisung oder Eigenverbrauch: die Rechnung

  • 1 kWh eingespeist: 7,70 Cent Vergütung
  • 1 kWh selbst verbraucht: rund 37 Cent gespart (kein Netzstrom-Kauf)
  • Unterschied: rund 29 Cent je kWh zugunsten Eigenverbrauch

Deshalb lohnt ein Speicher fast immer: Er verschiebt den Solarstrom vom Tag in den Abend. Mit unserem eigenen Autark-Steuergerät siehst du sekundengenau, wohin dein Strom fließt.

Was passiert nach 20 Jahren?

  1. Weiter einspeisen: Nach heutigem Recht nimmt der Netzbetreiber Strom aus ausgeförderten Anlagen nur bis Ende 2032 zum Marktwert ab (§ 25 Abs. 2 EEG). Was gilt, wenn deine Anlage Ende 2046 aus der Förderung fällt, ist heute offen. Zur Einordnung: Der Marktwert Solar lag 2025 bei rund 4,5 ct/kWh.
  2. Eigenverbrauch erhöhen: Speicher nachrüsten, E-Auto, Wärmepumpe.
  3. Direktvermarktung über einen Vermarkter – eher für größere Anlagen.
  4. Weiterbetrieb: Gute Module arbeiten deutlich länger als 20 Jahre; für unser Standardmodul gibt Trina Solar 25 Jahre Produkt- und 30 Jahre Leistungsgarantie.

Einkommensteuerfrei

Einnahmen aus Solaranlagen auf Gebäuden sind einkommensteuerfrei, bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit und höchstens 100 kWp pro Person (§ 3 Nr. 72 EStG) – Einspeisevergütung eingeschlossen. Eine Gewinnermittlung brauchst du dann nicht. Beim Kauf gilt 0 % MwSt. auf Solaranlage und Speicher (auf oder an Wohngebäuden).

Warum nicht auf 2027 warten?

Bis zum 31.12.2026 bleiben die Sätze gleich (7,70 ct/kWh bis 10 kWp). Der nächste Schritt ist keine kleine Absenkung, sondern der geplante Systemwechsel: Mit der EEG-Novelle soll die feste Vergütung für Anlagen ab 01.01.2027 entfallen – laut Regierungsentwurf, noch nicht beschlossen. Wer bis 31.12.2026 in Betrieb geht, sichert sich den festen Satz für 20 Jahre. Eine Garantie, dass jeder Termin 2026 noch klappt, kann niemand geben – je früher du planst, desto besser. Siehe EEG 2027.

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FAQ

Fragen zur Einspeisevergütung

Wann wird die Einspeisevergütung ausgezahlt?
Der Netzbetreiber rechnet die Einspeisevergütung ab – meist mit monatlichen Abschlägen und einer Jahresabrechnung. Den Zählerstand kannst du selbst ablesen oder über ein Smart Meter übermitteln.
Muss ich die Einspeisevergütung beantragen?
Nein, sie steht dir gesetzlich zu. Die Anlage muss im Marktstammdatenregister eingetragen und beim Netzbetreiber angemeldet sein. Die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir bei unseren Solaranlagen; den Eintrag ins Marktstammdatenregister bereiten wir mit dir vor und erledigen ihn auf Wunsch mit deiner Vollmacht – verantwortlich bleibst du als Betreiber.
Wie berechne ich meine jährliche Einspeisevergütung?
Formel: Anlagengröße (kWp) × Ertrag (kWh/kWp) × Einspeiseanteil × Vergütungssatz. Beispiel 10 kWp mit Speicher: 10 × 950 × 0,30 × 0,077 € = rund 219 € im Jahr.
Was ändert sich 2027?
Nach dem Regierungsentwurf (erste Lesung am 24.09.2026, noch nicht beschlossen) soll die feste Einspeisevergütung für Anlagen ab dem 01.01.2027 entfallen; stattdessen ist für Anlagen unter 50 kW eine befristete Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für höchstens 36 Monate geplant. Wer bis 31.12.2026 in Betrieb geht, behält die aktuellen Sätze für 20 Jahre. Details auf unserer Seite zur EEG-Novelle 2027.
Muss ich auf die Einspeisevergütung Steuern zahlen?
Einnahmen aus Solaranlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit (höchstens 100 kWp pro Person) sind einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Beim Kauf gilt 0 % MwSt. auf Solaranlage und Speicher. Für deinen Einzelfall frag bitte deine Steuerberatung.

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