Einspeisevergütung 2026
alle Sätze auf einen Blick.
Wie viel bekommst Du 2026 für Ihren Solarstrom? Aktuelle EEG-Sätze, Volleinspeisung vs. Überschuss, Degression und warum Eigenverbrauch trotzdem lohnender ist.
EEG-Vergütung in Echtzeit berechnen
Sätze 2026 · 20 Jahre garantiert · Ertrag 950 kWh/kWp
Überschuss-Einspeisung: ca. 50 % Eigenverbrauch, der Rest fließt vergütet ins Netz.
Vergütung pro kWh
7,78 ct/kWh
Hinweis: Eigenverbrauch ist meistens lohnender als Volleinspeisung – bei 35 ct/kWh Strompreis sparst du 4,5× mehr als die EEG-Vergütung bringt.
Einspeisevergütung 2026 für Anlagen bis 10 kWp (Überschusseinspeisung) – 20 Jahre garantiert
Aktuelle Einspeisevergütung 2026 – Die Tabelle
Die Einspeisevergütung wird durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt und bei Inbetriebnahme für 20 Jahre plus Inbetriebnahmejahr festgeschrieben. Hier die aktuellen Sätze:
Einspeisevergütung bei Überschusseinspeisung (Eigenverbrauch + Rest einspeisen)
| Anlagengröße | Vergütung/kWh | Beispiel: 10.000 kWh, 30% eingespeist | Jährlicher Ertrag |
|---|---|---|---|
| Bis 10 kWp | 7,78 ct/kWh | 3.000 kWh x 0,082 Euro | 246 Euro/Jahr |
| 10 - 40 kWp | 6,73 ct/kWh | Anteilig ab 10 kWp | Anteilige Berechnung |
| 40 - 100 kWp | 5,50 ct/kWh | Anteilig ab 40 kWp | Anteilige Berechnung |
Einspeisevergütung bei Volleinspeisung (alles einspeisen, kein Eigenverbrauch)
| Anlagengröße | Vergütung/kWh | Beispiel: 10.000 kWh, 100% eingespeist | Jährlicher Ertrag |
|---|---|---|---|
| Bis 10 kWp | 12,9 ct/kWh | 10.000 kWh x 0,129 Euro | 1.290 Euro/Jahr |
| 10 - 40 kWp | 10,8 ct/kWh | Anteilig ab 10 kWp | Anteilige Berechnung |
| 40 - 100 kWp | 10,8 ct/kWh | Anteilig ab 40 kWp | Anteilige Berechnung |
Stand: März 2026 | Sätze gemäß EEG 2023/2024 | Degression: 1% halbjährlich seit Feb 2024
Anteilige Berechnung bei größeren Anlagen
Bei Anlagen über 10 kWp wird die Vergütung anteilig berechnet. Beispiel für eine 15 kWp Anlage (Überschusseinspeisung, 4.500 kWh eingespeist):
- Erste 10 kWp: 3.000 kWh x 0,082 Euro = 246 Euro
- Nächste 5 kWp: 1.500 kWh x 0,071 Euro = 106,50 Euro
- Gesamt: 352,50 Euro pro Jahr
Volleinspeisung vs. Überschusseinspeisung: Was ist besser?
Seit dem EEG 2023 gibt es deutlich höhere Vergütungen für die Volleinspeisung. Klingt verlockend – aber ist es auch wirtschaftlicher? Hier der ehrliche Vergleich:
Vergleich: 10 kWp Anlage, 9.500 kWh Ertrag, 5.000 kWh Haushaltsstrom
| Modell | Einspeisung | Eigenverbrauch | Einnahmen | Ersparnis Strom | Gesamt/Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Überschuss (70% EV) | 2.850 kWh | 6.650 kWh | 234 Euro | 2.327 Euro | 2.561 Euro |
| Volleinspeisung | 9.500 kWh | 0 kWh | 1.226 Euro | 0 Euro | 1.226 Euro |
| Überschuss (30% EV) | 6.650 kWh | 2.850 kWh | 545 Euro | 998 Euro | 1.543 Euro |
Ergebnis: Überschusseinspeisung mit hohem Eigenverbrauch ist 2,1x lohnender als Volleinspeisung. Selbst bei niedrigem Eigenverbrauch (30%) ist Überschuss besser.
Eigenverbrauch (35 ct/kWh Ersparnis) gegenüber Einspeisung (7,78 ct/kWh) – Faktor 4,3
Wann lohnt sich Volleinspeisung trotzdem?
Es gibt genau einen Fall, in dem Volleinspeisung sinnvoll sein kann:
- Du hast ein sehr großes Dach (50+ qm nutzbare Fläche)
- Du installierst zwei separate Anlagen: Eine mit Überschusseinspeisung (für Eigenverbrauch) und eine zweite mit Volleinspeisung (für maximale Einspeise-Einnahmen)
- Seit dem EEG 2023 ist dieses Doppel-Modell ausdrücklich erlaubt und kann bei großen Dachflächen bis zu 500 Euro/Jahr Mehrertrag bringen
Degression: Warum früh installieren?
Die Einspeisevergütung sinkt regelmäßig – das nennt sich Degression. Seit Februar 2024 beträgt die Degression 1% pro Halbjahr. Das bedeutet:
Einspeisevergütung: Zeitlicher Verlauf (Überschuss, bis 10 kWp)
| Zeitraum | Vergütung | Änderung |
|---|---|---|
| Jan - Jul 2026 | 7,78 ct/kWh | Aktueller Satz |
| Aug 2026 - Jan 2027 | 7,70 ct/kWh | -1% |
| Feb - Jul 2027 | 7,62 ct/kWh | -1% |
| Aug 2027 - Jan 2028 | 7,55 ct/kWh | -1% |
| Prognose 2030 | ~7,0 ct/kWh | Schätzung bei gleichbleibender Degression |
Der Satz wird bei Inbetriebnahme für 20 Jahre festgeschrieben. Wer früher installiert, bekommt mehr.
Die Botschaft ist klar: Jeder Monat, den Du wartest, bedeutet eine geringere Vergütung – für die nächsten 20 Jahre. Die Degression von 1% pro Halbjahr klingt klein, macht über 20 Jahre aber 400-600 Euro Unterschied bei einer 10 kWp Anlage.
Einspeisevergütung vs. Eigenverbrauch: Die Rechnung
Warum empfehlen wir immer Eigenverbrauch? Weil die Zahlen eindeutig sind:
- 1 kWh eingespeist: 7,78 Cent Einnahmen
- 1 kWh selbst verbraucht: 35 Cent Einsparung (vermiedener Netzstrom-Kauf)
- Differenz: 26,8 Cent pro kWh – zugunsten Eigenverbrauch
Bei 6.650 kWh Eigenverbrauch statt Einspeisung: 6.650 x 0,268 = 1.782 Euro Mehrvorteil pro Jahr. Deshalb ist ein Speicher fast immer sinnvoll – er verschiebt Strom vom Tag (Erzeugung) in den Abend/Nacht (Verbrauch).
Was passiert nach 20 Jahren?
Die EEG-Vergütung läuft nach 20 Jahren plus Inbetriebnahmejahr aus. Danach hast Du mehrere Optionen:
- Weiter einspeisen: Zum Börsenstrompreis (aktuell 5-8 ct/kWh), automatische Weitervergütung über den Netzbetreiber
- Eigenverbrauch maximieren: Speicher nachrüsten, E-Auto, Wärmepumpe – jede selbst verbrauchte kWh ist 35+ ct wert
- Direktvermarktung: Über einen Vermarkter an der Stromberse – lohnt ab 30 kWp
- Weiterbetrieb: Module halten 30-35 Jahre, auch ohne EEG lohnt sich der Weiterbetrieb
Die realistische Zukunft: Strompreise werden bis 2046 eher höher als niedriger sein. Eigenverbrauch wird dann noch wertvoller als heute. Ihre Anlage wird auch in 20 Jahren noch ca. 85% der ursprünglichen Leistung haben.
Einkommensteuerfrei seit 2023
Wichtige Steuer-Änderung: Seit dem 01.01.2023 sind Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp komplett einkommensteuerfrei. Das betrifft:
- Einspeisevergütung
- Direktvermarktungserlse
- Auch rückwirkend für bestehende Anlagen
- Keine Gewinnermittlung nötig
- Keine Gewerbe-Anmeldung erforderlich
Zusätzlich gilt seit 2023 die 0% Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen, Speicher und Zubehr. Du musst also weder beim Kauf noch beim Betrieb Steuern zahlen.
Prognose: Wohin geht die Einspeisevergütung?
Die langfristige Tendenz der Einspeisevergütung ist klar: Sie sinkt. Aber das ist eigentlich irrelevant, weil:
- Eigenverbrauch wird wertvoller: Steigende Strompreise machen jede selbst verbrauchte kWh wertvoller
- Module werden günstiger: Sinkende Anschaffungskosten kompensieren die niedrigere Vergütung
- Speicher werden günstiger: 10 kWh Speicher kosten 2026 ca. 4.000-5.000 Euro, 2019 waren es noch 8.000-10.000 Euro
- Neue Einnahmequellen: Dynamic Pricing, Netzdienleistungen, Cloud-Speicher-Modelle
Unser Rat: Warten lohnt sich nicht. Die höhere Einspeisevergütung heute überkompensiert etwaige Preissenkungen bei den Modulen. Und die 20-Jahres-Garantie für den höheren Satz gibt es nur für frühe Installateure.
Häufige Fragen zur Einspeisevergütung
Wann wird die Einspeisevergütung ausgezahlt?
Die Einspeisevergütung wird in der Regel monatlich oder quartalsweise durch den Netzbetreiber abgerechnet und auf Ihr Konto überwiesen. Bei kleinen Anlagen (unter 10 kWp) erfolgt die Abrechnung oft jährlich. Den Zählerstand kannst Du selbst ablesen oder über ein Smart Meter automatisieren.
Muss ich die Einspeisevergütung beantragen?
Nein, die Einspeisevergütung steht Dir gesetzlich zu. Ihr Netzbetreiber ist verpflichtet, den Strom abzunehmen und zu vergüten. Du musst lediglich die Anlage im Marktstammdatenregister (MaStR) anmelden und den Netzbetreiber über die Inbetriebnahme informieren. Bei Autark Innovations übernehmen wir das für Dich.
Wie berechne ich meine jährliche Einspeisevergütung?
Formel: Anlagengröße (kWp) x Ertrag (kWh/kWp) x Einspeiseanteil x Vergütungssatz. Beispiel 10 kWp: 10 x 950 x 0,30 x 0,082 = 233,70 Euro/Jahr. Bei 70% Eigenverbrauch (mit Speicher) sind es nur 30% Einspeisung. Berechne Ihren individuellen Ertrag mit unserem Solar-Rechner.
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Einspeisevergütung 2026: Alle Sätze im Detail
Die Einspeisevergütung ist im EEG 2024 gesetzlich festgelegt und gilt für 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Es gibt zwei Modelle: Teileinspeisung (Du verbrauchst selbst und speisen den Rest ein) und Volleinspeisung (alles geht ins Netz). Teileinspeisung ist für Privathaushalte fast immer die bessere Wahl.
Teileinspeisung (Standard für Eigenheime)
| Anlagengröße | Vergütung/kWh | Bei 7.000 kWh Einspeisung/Jahr |
|---|---|---|
| Bis 10 kWp | 7,78 ct/kWh | 574 Euro/Jahr |
| 10-40 kWp | 6,73 ct/kWh | 491 Euro/Jahr |
| 40-100 kWp | 5,50 ct/kWh | 385 Euro/Jahr |
Volleinspeisung (höhere Sätze, aber kein Eigenverbrauch)
| Anlagengröße | Vergütung/kWh | Bei 10.000 kWh/Jahr |
|---|---|---|
| Bis 10 kWp | 12,9 ct/kWh | 1.290 Euro/Jahr |
| 10-40 kWp | 10,8 ct/kWh | 1.080 Euro/Jahr |
| 40-100 kWp | 10,8 ct/kWh | 1.080 Euro/Jahr |
Warum Eigenverbrauch wichtiger ist als Einspeisevergütung
Bei einem Strompreis von 39 ct/kWh und einer Einspeisevergütung von 7,78 ct/kWh ist jede selbst verbrauchte kWh fast 5x so wertvoll wie eine eingespeiste. Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch von 30% auf 60-80% und ist damit die wirtschaftlichste Ergänzung zur PV-Anlage.
Degression: Sinkt die Vergütung weiter?
Die EEG-Vergütung sinkt halbjährlich um 1%. Wer im 2. Halbjahr 2026 in Betrieb geht, erhält ca. 0,1 ct/kWh weniger. Früher installieren = höhere Vergütung für 20 Jahre sichern. Mehr zu Kosten und Wirtschaftlichkeit: Solaranlage Kosten 2026.
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