Anschaffung

Luft-Wasser-WärmepumpeGas-Brennwertheizung
Preis mit Installationbei uns ab 24.900 € (vor Förderung)am Markt meist etwa 10.000–15.000 €
ZuschussKfW 458: 30 % bis 70 %keiner
Beispiel nach Förderung (46 %)13.446 €10.000–15.000 €

Bei uns ist die Montage im Festpreis enthalten. Montiert wird von unserem eigenen Team. Arbeiten, die eine Eintragung in die Handwerksrolle voraussetzen, führt ein eingetragener Partner-Meisterbetrieb aus. Mit Förderung liegen beide in der Anschaffung oft nah beieinander. Bei einer neuen Gasheizung kommt außerdem ab 2029 die Pflicht zu steigenden Bio-Anteilen hinzu (siehe unten).

Betriebskosten

Ein vereinfachtes Beispiel für ein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Wärmebedarf im Jahr:

PostenWärmepumpe (Jahresarbeitszahl JAZ 3,5)Gasheizung
Energiebedarfca. 5.700 kWh Stromca. 22.200 kWh Gas (Kessel mit 90 % Nutzungsgrad)
Preis (Annahme)rund 0,28 €/kWh (Wärmepumpentarif)0,12 €/kWh inkl. CO₂-Preis
Energiekosten pro Jahrca. 1.600 €ca. 2.660 €

Die Preise sind Annahmen, deine Tarife können abweichen. Mit einer eigenen Solaranlage sinken die Kosten der Wärmepumpe weiter, weil sie einen Teil des Stroms selbst erzeugt.

Der CO₂-Preis

Auf Gas und Heizöl wird ein CO₂-Preis erhoben. 2026 liegt er in einem Korridor von 55–65 € pro Tonne. Danach soll er in einen europäischen Emissionshandel übergehen – wie sich der Preis dann entwickelt, ist offen. Die Richtung ist aber klar: Fossiles Heizen wird eher teurer.

Förderung

Für bestehende Wohnhäuser gibt es über die KfW (Programm 458) 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus (Antrag bis 31.01.2027, danach 12 %) beim Austausch einer alten Öl-, Gasetagen- oder mindestens 20 Jahre alten Gasheizung und einen Einkommensbonus von 40 % bis 30.000 €, 30 % bis 40.000 € bzw. 10 % bis 50.000 € zu versteuerndem Haushaltseinkommen – zusammen höchstens 70 %, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 € bis zu 80 %, von bis zu 28.000 € förderfähigen Kosten (Antrag ab 01.02.2027: 27.250 €). Den Effizienzbonus gibt es seit 21.07.2026 nicht mehr. Laut Förderrichtlinie soll die Grundförderung im Laufe des 1. Quartals 2027 auf 15 % sinken; weitere 15 Prozentpunkte soll es dann nur bei Ursprung in der EU geben – einen Termin hat die KfW noch nicht veröffentlicht. Eine reine Gasheizung wird nicht gefördert.

So läuft es ab: 1. Du bekommst unser Angebot, der Vertrag steht unter Förder-Vorbehalt. 2. Ein Energieberater erstellt die Bestätigung zum Antrag (BzA), den KfW-Antrag stellst du selbst in „Meine KfW“ vor Baubeginn – eine Vertretung ist nicht möglich. 3. Wir bauen ein; bis zur Inbetriebnahme bestellst du beim Messstellenbetreiber ein intelligentes Messsystem (das Einbauentgelt ist förderfähig). 4. Der Energieberater bestätigt die Durchführung, du beantragst die Auszahlung spätestens 6 Monate nach der letzten Rechnung, und die KfW zahlt. Einen Energieberater vermitteln wir dir: Unser Partner rechnet direkt mit dir ab, für ein Einfamilienhaus zuletzt rund 350 € inklusive Bestätigung zum Antrag und nach Durchführung (Stand 10/2026). Diese Kosten kann die KfW mitfördern. Vorläufig – maßgeblich ist die Zusage der KfW. (Stand 10/2026)

Baust du neu? Der Heizungs-Zuschuss KfW 458 gilt nur für bestehende Wohnhäuser. Für Neubauten gibt es andere KfW-Programme (meist Kredite) – die passende Förderung klärst du am besten mit deinem Energieberater oder direkt bei der KfW. Mehr dazu: Wärmepumpe Förderung 2026.

Was das Heizungsgesetz seit Juli 2026 verlangt

Seit dem 29.07.2026 gilt statt des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Die 65-%-Regel für erneuerbare Energien, die Beratungspflicht und die Austauschpflicht für alte Kessel sind gestrichen. Gas- und Ölheizungen dürfen wieder eingebaut werden.

  • Es gibt kein Gasheizungsverbot. Bestehende Gasheizungen dürfen weiterlaufen und repariert werden.
  • Neu ist die Bio-Treppe (§ 43): Wer nach dem 29.07.2026 eine Gas-, Öl- oder Flüssiggasheizung in ein bestehendes Gebäude einbaut, muss ab 2029 10 %, ab 2030 15 %, ab 2035 30 % und ab 2040 60 % Bio-Brennstoffe oder Wasserstoff nutzen. Das dürfte den Betrieb teurer machen.
  • Die kommunale Wärmeplanung läuft weiter, löst aber keine Heizungspflicht mehr aus.

Mit einer Wärmepumpe bist du von diesen Beimischpflichten unabhängig.

CO₂-Bilanz

Eine Wärmepumpe macht aus einer Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunden Wärme. Mit dem wachsenden Anteil erneuerbaren Stroms – und erst recht mit eigenem Solarstrom – verursacht sie deutlich weniger CO₂ als eine Gasheizung.

Komfort und Zusatznutzen

  • kein Gasanschluss, kein Schornstein für die Heizung, keine Brennstoffkosten
  • viele Wärmepumpen können im Sommer leicht kühlen
  • gute Kombination mit Solaranlage, Speicher und E-Auto

Für gezieltes Kühlen einzelner Räume ist eine Klimaanlage die effizientere Lösung (Klimaanlagen).

Und im Altbau?

Auch im Altbau funktioniert eine Wärmepumpe in den meisten Fällen – entscheidend sind Heizlast und Vorlauftemperatur. Mehr dazu: Wärmepumpe im Altbau.

Unser Fazit

Für die meisten Einfamilienhäuser ist die Wärmepumpe 2026 die zukunftssichere Wahl: Nach Förderung ähnlich teuer in der Anschaffung, im Betrieb meist günstiger und unabhängig vom steigenden CO₂-Preis. Eine Gasheizung kann kurzfristig günstiger wirken, bringt aber steigende Bio-Anteile ab 2029 und Preisrisiken mit.