Was hat sich 2026 geändert?

Seit dem 29.07.2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Die 65-%-Regel für neue Heizungen und die Austauschpflicht für alte Kessel sind gestrichen – Gas- und Ölheizungen dürfen wieder eingebaut werden. Wer nach dem 29.07.2026 eine neue Gas- oder Ölheizung in ein bestehendes Gebäude einbaut, muss aber einen steigenden Anteil Bio-Brennstoffe oder Wasserstoff nutzen: 10 % ab 2029, 15 % ab 2030, 30 % ab 2035 und 60 % ab 2040. Das macht den Betrieb auf Dauer teurer. Eine Wärmepumpe betrifft diese Vorgabe nicht. Die kommunale Wärmeplanung läuft weiter, löst aber keine Pflicht zum Heizungstausch mehr aus.

Für den Vergleich heißt das: Die Gasheizung ist wieder erlaubt, aber ihre Betriebskosten sind durch die Bio-Treppe auf lange Sicht schwerer kalkulierbar.

Anschaffung

Eine neue Gas-Brennwertheizung ist in der Anschaffung deutlich günstiger als eine Wärmepumpe – wenn ein Gasanschluss schon vorhanden ist. Hol dir für den Vergleich ein konkretes Angebot ein. Für die Wärmepumpe gilt bei uns:

Preis-Orientierung 2026
  • ab 24.900 € – Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Montage, Preis vor Förderung
  • bis zu 70 % – möglicher KfW-Zuschuss (Programm 458), bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 €, mit Kind bis 40.000 €, bis zu 80 %
  • Festpreis im Vertrag – und 5 Jahre Gewährleistung auf Montage und Installation

Für eine neue Gasheizung gibt es keinen Zuschuss aus der KfW-Heizungsförderung. Bei der Wärmepumpe sieht die Rechnung mit Förderung so aus:

Beispiel mit 24.900 € förderfähigen KostenFördersatzZuschussEigenanteil
nur Grundförderung30 %7.470 €17.430 €
Grundförderung + Klimageschwindigkeitsbonus (Antrag bis 31.01.2027)46 %11.454 €13.446 €
dazu Einkommensbonus (Obergrenze erreicht)70 %17.430 €7.470 €

Das ist eine Rechnung mit dem Einstiegspreis. Was deine Anlage kostet, hängt von Heizlast, Aufstellort und Heizkörpern ab und steht nach unserer Prüfung als Festpreis im Vertrag.

Heizkosten im Vergleich

Rechenbeispiel: Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Wärmebedarf im Jahr
  • Gas-Brennwert: rund 16.700 kWh Gas (bei 90 % Nutzungsgrad) × 12 ct (Annahme) ≈ 2.000 € pro Jahr, dazu Grundpreis, Wartung und Schornsteinfeger
  • Wärmepumpe: 15.000 kWh ÷ JAZ 3,5 ≈ 4.290 kWh Strom × 37 ct ≈ 1.590 € pro Jahr
  • Unterschied: rund 400 € pro Jahr zugunsten der Wärmepumpe

37 ct/kWh ist der durchschnittliche Haushaltsstrompreis 2026 (BDEW), der Gaspreis ist eine Annahme – setz deine eigenen Preise ein. Mit einem Wärmepumpen-Tarif, dem reduzierten Netzentgelt nach § 14a EnWG oder Strom von der eigenen Solaranlage wird die Wärmepumpe günstiger. Bei einer neuen Gasheizung kommen ab 2029 die Kosten für den vorgeschriebenen Bio-Anteil dazu.

Wann passt die Wärmepumpe?

  • Dein Haus wird mit einer niedrigen bis mittleren Vorlauftemperatur warm – oft reichen einzelne größere Heizkörper.
  • Du wohnst selbst im Haus und kannst die Boni der KfW-Förderung nutzen.
  • Du hast eine Solaranlage oder planst eine.
  • Du willst von Gaspreis und Bio-Treppe unabhängig sein.

Wann kann die Gasheizung (noch) sinnvoll sein?

  • Das Haus braucht sehr hohe Vorlauftemperaturen und eine Sanierung ist nicht geplant.
  • Es gibt keinen geeigneten Platz für das Außengerät.
  • Du willst nur kurzfristig investieren und nimmst steigende Betriebskosten in Kauf.

Wartung und Betrieb

Eine Wärmepumpe verbrennt nichts: Es gibt keine Abgasmessung durch den Schornsteinfeger und keinen Gasanschluss mit Grundgebühr. Eine regelmäßige Sichtprüfung durch den Fachbetrieb ist trotzdem sinnvoll. Die Gasheizung braucht Wartung, Abgasmessung und den Gasanschluss.

Wärmepumpe und Solaranlage

Mit einer Solaranlage auf dem Dach betreibst du die Wärmepumpe im Frühjahr, Sommer und Herbst zu einem guten Teil mit eigenem Strom. Jede Solaranlage von uns bekommt unser eigenes Autark-Steuergerät mit sekundengenauen Werten, Display im Haus und Fernwartung. Eine Solaranlage mit 8 kWp gibt es bei uns ab 16.400 € (0 % MwSt.). Welcher Speicher zu deinem Wechselrichter passt und was er kostet, rechnet dir der Planer in der App genau aus.

Fazit

Die Gasheizung ist wieder erlaubt und in der Anschaffung günstiger. Die Wärmepumpe ist mit Förderung oft nicht viel teurer, im Betrieb günstiger und von der Bio-Treppe nicht betroffen. Ob sie für dein Haus passt, entscheidet vor allem die Vorlauftemperatur – das prüfen wir, bevor wir dir ein Angebot machen.

Plane deine Wärmepumpe in der App

Im Autark Hausplaner spielst du Heizlast, Modelle und Kosten für dein Haus durch – kostenlos für iPhone und Android.

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Häufige Fragen

Darf ich 2026 noch eine Gasheizung einbauen?
Ja. Seit dem 29.07.2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz, die 65-%-Regel ist gestrichen. Wer eine neue Gas- oder Ölheizung einbaut, muss aber ab 2029 steigende Anteile Bio-Brennstoff nutzen (10 % ab 2029 bis 60 % ab 2040).
Ist eine Wärmepumpe günstiger als eine Gasheizung?
In der Anschaffung nicht, im Betrieb meist schon. Im Rechenbeispiel mit 15.000 kWh Wärmebedarf, 37 ct/kWh Strom und angenommenen 12 ct/kWh Gas spart die Wärmepumpe rund 400 € im Jahr. Dazu kommen bis zu 70 % KfW-Zuschuss.
Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe 2026?
Über die KfW (Programm 458) gibt es 30 % Grundförderung. Wer selbst im Haus wohnt, kann den Klimageschwindigkeitsbonus (16 % bei Antrag bis 31.01.2027) und je nach Einkommen den Einkommensbonus (40, 30 oder 10 %) dazubekommen. Zusammen sind höchstens 70 % möglich, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 €, mit Kind bis 40.000 €, bis zu 80 %, von höchstens 28.000 € förderfähigen Kosten.
Wie schnell meldet ihr euch?
Wir melden uns in der Regel innerhalb von 48 Stunden – wenn gerade viel los ist, kann es auch einmal etwas länger dauern.

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