Kurz gesagt: Eine Solaranlage mit 8 kWp gibt es bei uns ab 16.400 € (0 % MwSt.). Anlagen, die bis zum 31.12.2026 in Betrieb gehen, erhalten 20 Jahre feste Einspeisevergütung. Wirtschaftlich entscheidend ist, wie viel Solarstrom du selbst nutzt.
1. Was kostet eine Solaranlage?
Am Markt liegen Solaranlagen ohne Speicher meist bei etwa 1.200–1.600 € pro kWp inklusive Montage, bei schwierigen Dächern auch darüber. Größere Anlagen sind pro kWp günstiger, weil Gerüst, Planung und Anmeldung nur einmal anfallen. Ein Speicher kommt je nach Größe hinzu.
- Unser Einstiegspreis: Solaranlage 8 kWp ab 16.400 € (0 % MwSt.)
- Kleine Anlage: Richtwert 5 kWp ab 9.750 €
- Speicher: Welcher Speicher zu deinem Wechselrichter passt und was er kostet, rechnet dir der Planer in der App genau aus.
- Oft vergessen: Zählerschrank-Anpassung bei älteren Häusern, Versicherung, eine Rücklage für den späteren Wechselrichter-Tausch
Eine ausführliche Übersicht mit Marktspannen und Beispielrechnung findest du unter Solaranlage Kosten.
2. Einspeisevergütung, Steuern und Förderung
Einspeisevergütung und Stichtag
Für eingespeisten Strom gibt es eine feste Vergütung für 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Seit dem 1. August 2026 sind es 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung für Anlagen bis 10 kWp; für den Anteil bis 40 kWp 6,66 ct, bis 100 kWp 5,44 ct (Volleinspeisung 12,22 bzw. 10,24 ct). Diese Sätze gelten unverändert für alle Anlagen, die bis 31.12.2026 in Betrieb gehen.
Wichtig: Laut Regierungsentwurf der EEG-Novelle 2027 (noch nicht beschlossen, Stand 10/2026) soll die feste Vergütung für neue Anlagen ab dem 1. Januar 2027 entfallen; geplant ist stattdessen eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für höchstens 36 Monate. Wer bis zum 31.12.2026 in Betrieb geht, behält das bisherige Recht. Alle Details: EEG 2027 – was jetzt gilt.
0 % Mehrwertsteuer
Seit 2023 zahlst du für Solaranlagen auf Wohngebäuden keine Mehrwertsteuer – auf Module, Wechselrichter, Speicher und Montage. Mehr dazu: 0 % MwSt. auf Solar.
Einkommensteuer
Erträge aus Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind einkommensteuerfrei.
KfW-Kredit und regionale Programme
Der KfW-Kredit 270 finanziert Solaranlagen und Speicher über deine Hausbank, den tagesaktuellen Zins findest du auf kfw.de. Einen Bundeszuschuss für Solaranlage, Speicher oder Wallbox gibt es nicht, und Niedersachsen und NRW haben kein Landesprogramm für private Anlagen. Höchstens einzelne Städte oder Stadtwerke fördern – frag dort nach, bevor du bestellst. Einen Überblick gibt die Seite Förderung.
Mit Wärmepumpe kombinieren
Für eine Wärmepumpe gibt es über die KfW (Programm 458) für bestehende Wohnhäuser einen Zuschuss von bis zu 70 %; bis zu 80 % sind nur bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 € möglich (Einkommensbonus gestaffelt: bis 30.000 € 40 %, bis 40.000 € 30 %, bis 50.000 € 10 %). Vorläufig – maßgeblich ist die Zusage der KfW. (Stand 10/2026) Zusammen mit einer Solaranlage heizt du einen Teil des Jahres mit eigenem Strom. Mehr unter Wärmepumpe Förderung.
3. Lohnt sich Photovoltaik 2026?
Für die meisten Einfamilienhäuser mit geeignetem Dach: ja. Eine selbst genutzte Kilowattstunde spart rund 37 ct, eine eingespeiste bringt 7,70 ct (Inbetriebnahme bis 31.12.2026). Je höher dein Eigenverbrauch, desto schneller rechnet sich die Anlage. In unserer vorsichtigen Beispielrechnung hat sich eine 8-kWp-Anlage ohne Speicher nach etwa 14 bis 15 Jahren bezahlt gemacht – ohne steigende Strompreise, mit mehr Eigenverbrauch geht es schneller. Details und die Fälle, in denen es sich nicht lohnt: Lohnt sich Photovoltaik?
4. Die Technik
Solarmodule
Module wandeln Sonnenlicht in Gleichstrom um. Üblich sind heute monokristalline Module mit rund 400–450 Wp. Hersteller geben meist 25 Jahre Leistungsgarantie oder mehr. Wir verbauen standardmäßig das Trina Solar Vertex S+ mit 505 Wp – mit 25 Jahren Produkt- und 30 Jahren Leistungsgarantie.
Wechselrichter
Der Wechselrichter macht aus Gleichstrom Wechselstrom für dein Hausnetz. Ein Hybrid-Wechselrichter kann zusätzlich einen Speicher laden und entladen. Wir setzen auf Wechselrichter und Speicher von Sungrow.
Unterkonstruktion
Schienen und Dachhaken halten die Module sicher auf dem Dach. Sie müssen zur Dachform und Eindeckung passen – ein Überblick steht unter Solar nach Dachtyp.
Autark-Steuergerät
Zu jeder Solaranlage gehört unser eigenes Autark-Steuergerät: sekundengenaue Werte, ein Display im Haus und Fernwartung. So siehst du jederzeit, was deine Anlage leistet.
5. Speicher: ja oder nein?
Ein Batteriespeicher verschiebt Solarstrom in den Abend und erhöht den Eigenverbrauch meist von 20–40 % auf 50–70 %. Er lohnt sich besonders bei hohem Abendverbrauch, mit Wärmepumpe oder E-Auto. Wenn ab 2027 für Neuanlagen die feste Vergütung wie geplant wegfällt, wird er noch wichtiger. Unser Angebot beginnt beim Sungrow SBH100 mit 10 kWh. Bei jeder Autark-Anlage mit Speicher ist Ersatzstrom mit automatischer Umschaltung dabei – ohne Aufpreis. Bei knappem Budget kann ein Hybrid-Wechselrichter die spätere Nachrüstung erleichtern. Mehr: Solaranlage mit Speicher.
6. Die passende Größe
- Verbrauch: Als Faustregel etwa 1 kWp je 1.000 kWh Jahresverbrauch – mit Wärmepumpe oder E-Auto mehr.
- Dachfläche: Pro kWp brauchst du etwa 5–6 m².
- Zukunft: Plane E-Auto, Wärmepumpe oder Klimaanlage gleich mit ein.
| Haushalt | Verbrauch pro Jahr | Typische Größe |
|---|---|---|
| 1–2 Personen | 2.500–3.500 kWh | 4–6 kWp |
| 3–4 Personen | 3.500–5.000 kWh | 6–10 kWp |
| mit Wärmepumpe oder E-Auto | 6.000–10.000 kWh | 10–15 kWp |
7. Der Ablauf bis zum eigenen Strom
- Anfrage: Du schickst uns Angaben zu Dach und Verbrauch. Wir melden uns in der Regel innerhalb von 48 Stunden – wenn gerade viel los ist, kann es auch einmal etwas länger dauern.
- Prüfung und Angebot: Wir prüfen Dach, Verschattung und Zählerschrank und machen dir einen Festpreis.
- Auftrag: Bezahlt wird erst, wenn wir deine Angaben geprüft haben und du unsere Auftragsbestätigung unterschrieben hast.
- Netzanmeldung: Die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir.
- Montage: Montiert wird von unserem eigenen Team, bei einem Einfamilienhaus meist an ein bis zwei Tagen. Arbeiten am Zählerschrank, die Netzanmeldung und die Inbetriebsetzung übernimmt ein eingetragener Partner-Elektromeister – so wie es vorgeschrieben ist.
- Inbetriebnahme: Nach der Inbetriebsetzung erklären wir dir alles. Den Eintrag ins Marktstammdatenregister bereiten wir mit dir vor und erledigen ihn auf Wunsch mit deiner Vollmacht – verantwortlich bleibst du als Betreiber.
Einen ersten Eindruck von deinem Dach bekommst du mit der App Autark Hausplaner. Tipps für den Kauf stehen unter Solaranlage kaufen.
8. Kaufen statt mieten
Mietmodelle ersparen die Anfangsinvestition, kosten über 20 Jahre aber meist deutlich mehr, und die Anlage gehört dir während der Laufzeit nicht. Der sachliche Vergleich: Solaranlage mieten oder kaufen?