Was ist der Unterschied?

Beide Wallboxen laden mit Wechselstrom über drei Phasen. Die 11-kW-Wallbox nutzt 16 Ampere je Phase, die 22-kW-Wallbox 32 Ampere. Entscheidend ist aber, was dein Auto aufnehmen kann: Das Ladegerät im Fahrzeug begrenzt die Leistung. Viele E-Autos laden an Wechselstrom mit höchstens 11 kW – an einer 22-kW-Wallbox laden sie dann auch nicht schneller.

Ladezeiten im Vergleich

Nachgeladene Energiemit 11 kWmit 22 kW (wenn das Auto es kann)
20 kWh (ca. 120–150 km)knapp 2 Stundenknapp 1 Stunde
40 kWhetwa 4 Stundenetwa 2 Stunden
60 kWhetwa 6 Stundenetwa 3 Stunden

Richtwerte ohne Ladeverluste. Da das Auto zu Hause meist über Nacht oder tagsüber lange steht, reichen 11 kW im Alltag fast immer aus. Schau im Datenblatt deines Autos nach, mit welcher Leistung es an Wechselstrom laden kann.

Was braucht die Hauselektrik?

  • 11 kW: Zuleitung mit passendem Querschnitt (häufig 5 × 2,5 mm² oder 5 × 4 mm², je nach Länge), eigene Absicherung und Fehlerstromschutz
  • 22 kW: stärkere Zuleitung (häufig 5 × 6 mm² oder mehr) und ein Hausanschluss, der die Leistung hergibt

Den genauen Querschnitt legt die Elektrofachkraft nach Leitungslänge und Verlegeart fest. Oft ist auch eine Anpassung im Zählerschrank nötig.

Anmeldung beim Netzbetreiber

  • 11 kW: muss beim Netzbetreiber angemeldet werden.
  • 22 kW: braucht eine Genehmigung des Netzbetreibers – die kann auch abgelehnt oder mit Auflagen versehen werden.

Außerdem müssen neue Wallboxen nach § 14a EnWG steuerbar sein: Seit 2024 darf der Netzbetreiber steuerbare Verbraucher wie deine Wallbox in Engpässen kurz auf 4,2 kW drosseln – Laden bleibt möglich. Dafür bekommst du ein reduziertes Netzentgelt, pauschal etwa 110 bis 190 € im Jahr, je nach Netzbetreiber.

Kosten

Die 22-kW-Variante kostet meist etwas mehr – vor allem aber die stärkere Zuleitung und ein möglicher Umbau im Zählerschrank treiben die Kosten. Was bei dir nötig ist, klären wir vor dem Angebot. Mehr zu unserem Angebot unter Wallbox.

Überschussladen mit Solarstrom

Mit einer Solaranlage lädt die Wallbox bevorzugt dann, wenn die Anlage mehr Strom erzeugt als das Haus braucht. Dafür muss die Wallbox die Ladeleistung fein regeln können – bei vielen Autos beginnt das Laden ab etwa 1,4 kW (einphasig) oder 4,1 kW (dreiphasig). Eine 11-kW-Wallbox mit Phasenumschaltung ist dafür gut geeignet. Die große Leistung von 22 kW bringt beim Solarladen keinen Vorteil, denn so viel Überschuss hat ein Einfamilienhaus selten.

Unsere Solaranlage mit 8 kWp gibt es ab 16.400 € (0 % MwSt.). Wie viel du damit sparst, zeigt Stromkosten sparen.

Unsere Empfehlung

  • 11 kW für fast alle Einfamilienhäuser: reicht im Alltag, nur anmeldepflichtig, passt gut zum Solarladen.
  • 22 kW nur, wenn dein Auto 22 kW an Wechselstrom laden kann und du regelmäßig in kurzer Zeit viel nachladen musst – etwa bei mehreren Fahrzeugen oder Schichtdienst.