Was ist im Altbau anders?
- Dicke Massivwände speichern Wärme. Nach mehreren heißen Tagen bleibt es innen lange warm – auch nachts.
- Fehlende Dämmung, besonders unterm Dach: Dachgeschosse heizen sich im Sommer stark auf.
- Alte Fenster und große Glasflächen lassen viel Sonnenwärme herein.
- Leitungswege sind oft länger und verwinkelter als im Neubau.
Das heißt nicht, dass eine Klimaanlage im Altbau schwierig ist. Es heißt nur: Die Leistung je Raum und die Leitungsführung sollten sorgfältig geplant werden.
Welche Klimaanlage passt in den Altbau?
Die Split-Klimaanlage ist fast immer die erste Wahl: Innen- und Außengerät sind über eine einzige Kernbohrung verbunden, es gibt keine Luftkanäle und keine großen Eingriffe in die Bausubstanz. Sollen mehrere Räume gekühlt werden, hängen bei einer Multi-Split-Anlage mehrere Innengeräte an einem Außengerät – das spart Platz an der Fassade. Liegen die Räume auf verschiedenen Hausseiten, sind zwei einzelne Geräte oft einfacher.
Montage in dicken Wänden
Für die Leitungen wird eine Kernbohrung durch die Außenwand gesetzt. Bei dicken Bruchstein- oder Ziegelwänden dauert das etwas länger, ist aber Routine. Die Leitungen lassen sich innen in schmalen Kabelkanälen führen, außen oft verdeckt hinter Fallrohren oder an der Gebäuderückseite.
Das Außengerät braucht einen gut belüfteten Platz: auf einer Wandkonsole, am Boden im Garten oder auf einem Flachdach. Wir achten auf kurze Leitungswege, einen guten Abstand zum Nachbarn und darauf, dass das Kondensat sauber abläuft.
Denkmalschutz: Was ist erlaubt?
Steht dein Haus unter Denkmalschutz, brauchst du für Veränderungen am äußeren Erscheinungsbild in der Regel eine Genehmigung der unteren Denkmalbehörde. Kläre das, bevor die Montage geplant wird. Gute Chancen haben Lösungen, die man von der Straße aus nicht sieht:
- Außengerät im Garten, im Hof oder auf der Rückseite
- Leitungen verdeckt oder in Fassadenfarbe verkleidet
- Kernbohrung an einer Stelle, die das Mauerwerk wenig beeinträchtigt
Für ein Außengerät am eigenen Einfamilienhaus brauchst du meist keine Baugenehmigung. Wichtig sind der Abstand zum Nachbarn und die Lärm-Richtwerte (TA Lärm), nachts zum Beispiel 35 dB(A) im reinen und 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet am Nachbarhaus. In einer Eigentümergemeinschaft brauchst du einen Beschluss der Gemeinschaft, als Mieterin oder Mieter die Zustimmung der Vermietung. Bei Denkmalschutz fragst du vorher bei der Denkmalbehörde nach.
Was kostet eine Klimaanlage im Altbau?
- ab 2.690 € – 1 Raum
- ab 4.690 € – 2 Räume
- 3 oder mehr Räume – Preis nach Prüfung deiner Angaben, fest im Vertrag
Im Altbau beeinflussen vor allem die Leitungslänge, die Wandstärke an der Bohrstelle und der Elektroanschluss den Preis. Nach unserer Prüfung steht er als Festpreis im Vertrag. Bezahlt wird erst, wenn wir deine Angaben geprüft haben und du unsere Auftragsbestätigung unterschrieben hast – vorher zahlst und unterschreibst du nichts.
Unser Standardgerät: Hisense Energy Pro X
- KI-Funktion „AI Smart“ mit Smart-Eye-Sensor: Der Sensor erkennt, wo sich jemand im Raum aufhält. Je nach Einstellung folgt der Luftstrom dir oder weicht dir aus.
- ConnectLife-App: Steuerung per WLAN von unterwegs, auf Wunsch auch per Sprache mit Alexa oder Google Assistant.
- Hi-Nano-Luftreinigung im Innengerät.
- Heizt als Wärmepumpe bis −22 °C Außentemperatur (Einzelgerät; als FreeMatch-Multisplit bis −20 °C).
- Leise: im Flüstermodus 25 dB(A) bei laufendem Verdichter.
- Kältemittel R32 und 5 Jahre Garantie auf den Verdichter.
Förderung
Split-Klimaanlagen sind Luft-Luft-Wärmepumpen. Für sie gibt es keinen Zuschuss aus der BEG-Heizungsförderung (KfW 458) – die gilt für Wärmepumpen, die das Haus über Heizkörper oder Fußbodenheizung und das Warmwasser versorgen. Rechne bei einer Klimaanlage deshalb ohne Förderung. Unsere Festpreise oben sind die Preise, die du wirklich zahlst.
Stromverbrauch im Altbau
Ohne Dämmung braucht ein Raum mehr Kühlleistung als im Neubau. Umso wichtiger ist ein effizientes Gerät mit Inverter, das seine Leistung stufenlos anpasst, statt ständig an- und auszugehen.
Die Stromkosten hängen davon ab, wie oft du kühlst und wie effizient das Gerät arbeitet. Die Effizienz im Kühlbetrieb gibt der SEER-Wert an: Er sagt, wie viele Kilowattstunden Kälte das Gerät aus einer Kilowattstunde Strom macht. So rechnest du: Strombedarf = benötigte Kälte ÷ SEER. Beispiel mit angenommenen Werten: Braucht ein Raum in einem Sommer 1.400 kWh Kälte und hat das Gerät einen SEER von 7, sind das rund 200 kWh Strom – bei 37 ct/kWh (durchschnittlicher Haushaltsstrompreis 2026) etwa 74 € im Jahr. Mit einer Solaranlage wird es günstiger, weil meist dann gekühlt wird, wenn die Sonne scheint.
Praxis-Tipps für die Planung
- Leistung je Raum berechnen lassen: Raumgröße, Dämmung, Fensterflächen und Himmelsrichtung entscheiden – nicht nur die Quadratmeter.
- Innengerät richtig platzieren: nicht direkt über dem Bett oder dem Schreibtisch. Der Smart-Eye-Sensor der Hisense Energy Pro X kann den Luftstrom zusätzlich an dir vorbeilenken.
- Nachbarn früh informieren, wenn das Außengerät in ihrer Nähe steht.
- Auch ohne Technik kühlen: Außen verschatten, nachts lüften und tagsüber Fenster geschlossen halten senkt den Kühlbedarf spürbar.
Klimaanlage und Solaranlage
Klimaanlage und Solaranlage passen gut zusammen: Gekühlt wird vor allem an sonnigen Tagen – also dann, wenn das Dach Strom liefert. Jede Solaranlage von uns bekommt unser eigenes Autark-Steuergerät mit sekundengenauen Werten, Display im Haus und Fernwartung. Mehr dazu auf der Seite Photovoltaik.
Im Autark Hausplaner wählst du die Räume aus und siehst, was die Klimaanlage kostet. Danach prüfen wir deine Angaben und machen dir ein Festpreis-Angebot.
