Schritt 1: Deinen Strombedarf klären

Schau in deine letzten Stromrechnungen: Wie viel Kilowattstunden verbrauchst du im Jahr? Überleg dann, was in den nächsten Jahren dazukommt. Eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto erhöht den Verbrauch deutlich – und damit auch die sinnvolle Größe der Anlage. Plan das lieber gleich mit ein.

Frag dich außerdem, was dir wichtig ist: möglichst viel selbst verbrauchen, möglichst unabhängig vom Netz sein oder einfach die Stromrechnung senken? Das beeinflusst vor allem die Entscheidung für oder gegen einen Speicher.

Schritt 2: Das Dach prüfen

Drei Dinge entscheiden über den Ertrag: Ausrichtung, Neigung und Verschattung.

  • Süd liefert den höchsten Jahresertrag – rund 900 bis 1.000 kWh pro kWp und Jahr bei guter Neigung.
  • Ost/West bringt grob 80 bis 85 % davon, verteilt den Strom aber besser über Morgen und Abend. Oft lohnt es sich, beide Dachseiten zu belegen.
  • Verschattung durch Bäume, Gauben oder Nachbarhäuser kostet Ertrag und sollte vorher geklärt werden.

Denk auch an den Zustand des Dachs: Steht in den nächsten Jahren eine Sanierung an, erledigst du sie am besten vor der Montage. In Niedersachsen gilt die Solarpflicht seit 2025 übrigens auch bei einer umfassenden Dachsanierung (§ 32a NBauO), in NRW seit 01.01.2026 bei einer vollständigen Dachsanierung (§ 42a BauO NRW).

Einen ersten Eindruck bekommst du in unserer App: Im Autark Hausplaner siehst du dein Dach in 3D und kannst Module einplanen.

Schritt 3: Die Anlagengröße festlegen

Die Größe ergibt sich aus deinem Verbrauch heute und morgen, der nutzbaren Dachfläche und deinem Budget. Als physikalischer Faustwert gilt: 1 kWp erzeugt bei einem guten Süddach rund 900 bis 1.000 kWh im Jahr. Eine 8-kWp-Anlage kommt damit auf etwa 7.200 bis 8.000 kWh.

Wichtig für die Rechnung: Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart dir beim Beispiel-Strompreis von 37,0 ct/kWh (BDEW-Durchschnitt 2026) genau diesen Betrag, jede eingespeiste bringt 7,70 ct. Der Eigenverbrauch ist also deutlich mehr wert als die Einspeisung – und das wird ab 2027 noch wichtiger (siehe Schritt 7).

Schritt 4: Über den Speicher entscheiden

Ohne Speicher nutzt du nur den Strom selbst, den du tagsüber verbrauchst. Ein Speicher verschiebt den Mittagsstrom in den Abend und die Nacht. Er lohnt sich vor allem, wenn du abends und nachts viel Strom brauchst.

Unser Standard-Wechselrichter – das Gerät, das den Gleichstrom der Module in Strom fürs Haus umwandelt – ist der Sungrow SH15T. Als Batteriespeicher setzen wir dazu die Serie Sungrow SBH ein: Sie ist aus Bausteinen mit je 5 kWh aufgebaut, bei uns gibt es sie ab 10 kWh (Modell SBH100), außerdem mit 15 oder 20 kWh. Die Batterie lädt ab 0 °C. Bei jeder Autark-Anlage mit Speicher ist Ersatzstrom mit automatischer Umschaltung dabei – ohne Aufpreis. Wie viel im Notfall versorgt wird (ganzes Haus oder wichtige Stromkreise), richtet sich nach Wechselrichter, Speicher und deiner Planung. Ohne Speicher gibt es keinen Ersatzstrom. Welcher Speicher zu deinem Wechselrichter passt und was er kostet, rechnet dir der Planer in der App genau aus. Mehr im Artikel Speichergröße berechnen.

Schritt 5: Angebote vergleichen

Vergleiche nicht nur den Endpreis, sondern was darin steckt:

  • Festpreis im Vertrag oder nur eine Schätzung?
  • Alles enthalten? Gerüst, Zählerschrank, Anmeldung beim Netzbetreiber und Hilfe beim Eintrag ins Marktstammdatenregister.
  • Komponenten: Welche Module, welcher Wechselrichter, welcher Speicher?
  • Gewährleistung und Garantien: auf Montage und Installation sowie die Leistungsgarantie der Module.
  • Monitoring: Wie siehst du später, ob die Anlage richtig arbeitet?
  • Zahlung: Wann musst du wie viel bezahlen?

Bei uns: Solaranlage 5 kWp ab 9.750 € (Richtwert, ohne Speicher), 8 kWp ab 16.400 € (0 % MwSt.), Festpreis im Vertrag, die gesetzliche Gewährleistung von 5 Jahren auf Montage und Installation (§ 634a BGB) und 25 Jahre Modul-Leistungsgarantie (Herstellerangabe). Zusatzkosten gibt es nur in klar benannten Fällen, die wir vorher mit dir besprechen – nie ohne deine Zustimmung. Die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir. Den Eintrag ins Marktstammdatenregister bereiten wir mit dir vor und erledigen ihn auf Wunsch mit deiner Vollmacht – verantwortlich bleibst du als Betreiber. Bezahlt wird erst, wenn wir deine Angaben geprüft haben und du unsere Auftragsbestätigung unterschrieben hast – vorher zahlst und unterschreibst du nichts. Danach werden 40 % fällig, der Rest nach Fertigstellung. Mehr zu den Preisen im Kostenratgeber 2026.

Schritt 6: Finanzierung und Steuern klären

  • 0 % Mehrwertsteuer auf Solaranlage und Speicher inklusive Montage auf Wohngebäuden – das steht direkt auf der Rechnung, du musst nichts beantragen. Wallbox und Wärmepumpe sind nicht begünstigt (19 %).
  • Einkommensteuerfrei sind die Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp je Wohneinheit (§ 3 Nr. 72 EStG).
  • Kein Zuschuss: Einen Bundeszuschuss für Solaranlage oder Speicher am Einfamilienhaus gibt es nicht, auch kein Landesprogramm in Niedersachsen oder NRW.
  • KfW-Kredit 270: Wer finanzieren möchte, stellt den Antrag vor Beginn des Vorhabens selbst, meist über die Hausbank. Die aktuellen Zinsen stehen auf kfw.de.

Planst du gleichzeitig eine Wärmepumpe, gibt es dafür einen Zuschuss der KfW (Programm 458) von bis zu 70 %, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 € bis zu 80 % – nur beim Heizungstausch in bestehenden Wohnhäusern, vorläufig, maßgeblich ist die Zusage der KfW (Stand 10/2026). Auch diesen Antrag stellst du selbst vor Vorhabenbeginn. Alles zur Förderung im Artikel Solaranlage Förderung 2026.

Schritt 7: Montage, Anmeldung und Inbetriebnahme

Die eigentliche Montage auf dem Dach ist bei einem Einfamilienhaus meist in wenigen Tagen erledigt. Montiert wird von unserem eigenen Team. Arbeiten am Zählerschrank, die Netzanmeldung und die Inbetriebsetzung übernimmt ein eingetragener Partner-Elektromeister – so wie es vorgeschrieben ist. Die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir. Den Eintrag ins Marktstammdatenregister bereiten wir mit dir vor und erledigen ihn auf Wunsch mit deiner Vollmacht – verantwortlich bleibst du als Betreiber. Dein Stromzähler wird gegen einen Zweirichtungszähler getauscht, der Bezug und Einspeisung getrennt misst.

Achte auf die Frist: Für Anlagen, die bis zum 31.12.2026 in Betrieb gehen, gilt 20 Jahre lang die heutige Einspeisevergütung – 7,70 ct/kWh bis 10 kWp bei Teileinspeisung. „In Betrieb“ heißt: Die Anlage ist fest montiert und mit dem Wechselrichter dauerhaft installiert. Für neue Anlagen ab 2027 soll es laut Regierungsentwurf zum EEG 2027 (noch nicht beschlossen) nur noch eine befristete Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für höchstens 36 Monate geben, und neue Dachanlagen unter 100 kW sollen dauerhaft höchstens 50 % ihrer Leistung einspeisen dürfen. Änderungen im Verfahren sind möglich. Ob jeder Termin 2026 noch klappt, können wir nicht garantieren. Mehr auf der Seite EEG 2027.

Schon heute gilt das Solarspitzengesetz (seit 25.02.2025): Bis Smart Meter und Steuerbox eingebaut sind, darf eine neue Anlage höchstens 60 % ihrer Leistung einspeisen. Bei negativen Börsenpreisen gibt es keine Vergütung – bei Anlagen unter 100 kW ab dem Jahr nach dem Smart-Meter-Einbau; die ausgefallenen Zeiten werden am Ende der 20 Jahre angehängt, aber nicht eins zu eins.

Nach der Inbetriebnahme siehst du deine Anlage in der App: Zu jeder unserer Solaranlagen gehört das eigene Autark-Steuergerät mit sekundengenauen Werten, einem Display im Haus und Fernwartung. Bleibt der Ertrag hinter der Erwartung zurück, fällt das so schnell auf.

Häufige Fallen bei der Planung

  • Zu klein geplant: Wärmepumpe oder E-Auto nicht mitgedacht – dann fehlt später Leistung auf dem Dach.
  • Zählerschrank vergessen: Gerade in älteren Häusern muss er oft erneuert werden. Das sollte vor Vertragsabschluss geklärt und im Angebot enthalten sein.
  • Verschattung unterschätzt: Schon ein Baum oder ein Schornstein kann einzelne Modulreihen deutlich bremsen.
  • Versicherung übersehen: Melde die Anlage deiner Wohngebäudeversicherung.
  • Stichtag nicht beachtet: Die heutige Einspeisevergütung gilt für Anlagen, die bis 31.12.2026 in Betrieb gehen.
Starte deine Planung in der App

Im Autark Hausplaner siehst du dein Dach in 3D, deinen möglichen Ertrag und welcher Speicher passt. Danach prüfen wir deine Angaben und machen dir ein Festpreis-Angebot.

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Solaranlage anfragen

Schreib uns kurz, was du vorhast. Telefon oder E-Mail genügt. Unverbindlich: Vorher zahlst und unterschreibst du nichts.

Gut zu wissen: Geht deine Anlage bis 31.12.2026 in Betrieb, gilt die heutige Einspeisevergütung 20 Jahre lang. Für neue Anlagen ab 2027 sieht der Regierungsentwurf stattdessen eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für höchstens 36 Monate vor (Stand 10/2026, noch nicht beschlossen).

Mehrfamilienhaus? Solar und Mieterstrom · Betrieb oder Halle? Solar für Gewerbe

Häufige Fragen

Wie lange dauert es von der Anfrage bis zur laufenden Anlage?
Das hängt von Terminlage, Material und Netzbetreiber ab. Die Montage selbst ist meist in wenigen Tagen erledigt. Die heutige Einspeisevergütung gilt für Anlagen, die bis 31.12.2026 in Betrieb gehen; ob jeder Termin 2026 noch klappt, können wir nicht garantieren.
Brauche ich eine Genehmigung für die Solaranlage?
Für eine Solaranlage auf dem Dach eines Wohnhauses brauchst du in Niedersachsen und NRW in der Regel keine Baugenehmigung. Bei Denkmalschutz klär das vorher mit der Stadt. Die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir. Den Eintrag ins Marktstammdatenregister bereiten wir mit dir vor und erledigen ihn auf Wunsch mit deiner Vollmacht – verantwortlich bleibst du als Betreiber.
Muss ich die Förderung vor der Bestellung beantragen?
Einen Zuschuss für die Solaranlage gibt es nicht. Wenn du über den KfW-Kredit 270 finanzieren möchtest, musst du ihn vor Beginn des Vorhabens beantragen. Die 0 % Mehrwertsteuer musst du nicht beantragen, sie steht direkt auf der Rechnung.
Lohnt sich ein Ost-West-Dach?
Ja. Ost-West-Dächer bringen grob 80 bis 85 % des Ertrags eines Süddachs, verteilen den Strom aber besser über den Tag. Dadurch nutzt du oft mehr davon selbst.

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