Die wichtigsten Begriffe rund um Solaranlagen, Speicher, Wärmepumpen, Klimaanlagen und Wallboxen – kurz und verständlich erklärt.
0–9
0 %-Mehrwertsteuer
Seit 1. Januar 2023 gilt für Lieferung und Montage von Solaranlagen auf Wohngebäuden 0 % Mehrwertsteuer – für Module, Wechselrichter, Speicher und Montage (mehr dazu).
A
Abregelung (70-%-Regel)
Früher mussten kleine Anlagen ohne Steuerung ihre Einspeisung auf 70 % der Leistung begrenzen. Diese Regel ist für kleine Anlagen entfallen. Seit dem Solarspitzengesetz 2025 gilt für neue Anlagen ohne intelligentes Messsystem eine Begrenzung auf 60 % der Leistung am Netzanschlusspunkt.
AC / DC
Solarmodule liefern Gleichstrom (DC). Der Wechselrichter wandelt ihn in Wechselstrom (AC) um, mit dem das Hausnetz und das Stromnetz arbeiten. Gute Wechselrichter haben dabei nur geringe Verluste.
Amortisation
Zeitpunkt, ab dem die Ersparnis die Anschaffungskosten ausgeglichen hat. In unserer Beispielrechnung hat sich eine 8-kWp-Anlage mit Speicher nach etwa 11 Jahren bezahlt gemacht (Rechnung ansehen).
Anlagensplit
Aufteilung einer Solaranlage auf mehrere Dachflächen mit unterschiedlicher Ausrichtung (z. B. Ost + West). MPP-Tracker im Wechselrichter optimieren beide Strings unabhängig. Vorteil: gleichmäßigere Tagesproduktion, höherer Eigenverbrauch.
Aufständerung
Schräges Montagegestell für PV-Module auf Flach- oder Pultdächern. Standard-Neigungen 10°, 15° oder 20°. Ost-West-Aufständerung verdoppelt die nutzbare Fläche bei gleicher Dachfläche und liefert eine gleichmäßigere Tagesproduktion als Süd-Aufständerung.
Aufteilungsschlüssel
Regel, nach der Solarstrom im Mehrfamilienhaus auf die teilnehmenden Parteien verteilt wird – etwa zu festen Anteilen oder nach dem gemessenen Verbrauch je Viertelstunde. Bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung wird er im Vertrag zwischen Anlagenbetreiber und Bewohnern festgelegt.
Autarkiegrad
Anteil deines Stromverbrauchs, den du mit eigenem Solarstrom deckst. Ohne Speicher sind oft 25–35 % üblich, mit Speicher je nach Größe und Verbrauch bis etwa 70–80 %. Nicht zu verwechseln mit dem Eigenverbrauch.
Azimut
Winkel, der die Himmelsrichtung einer Dachfläche beschreibt. Süd bringt den höchsten Jahresertrag, Ost und West etwas weniger, dafür verteilt über den Tag.
B
BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)
Bundesbehörde, die unter anderem die Energieberatung (zum Beispiel den individuellen Sanierungsfahrplan) und Maßnahmen an der Gebäudehülle fördert. Der Zuschuss für Wärmepumpen läuft seit 2024 über die KfW (Programm 458).
Balkonkraftwerk
Steckersolargerät mit bis zu 800 W Wechselrichterleistung, das du selbst anschließen darfst. Ein guter Einstieg, erzeugt aber nur einen Bruchteil einer Dachanlage.
BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude)
Bundesförderung für energetische Maßnahmen an Gebäuden. Für den Heizungstausch in bestehenden Wohnhäusern gibt es über die KfW (Programm 458) Zuschüsse: 30 % Grundförderung plus Boni, zusammen höchstens 70 %. Der Einkommensbonus ist gestaffelt nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen: bis 30.000 € 40 %, bis 40.000 € 30 %, bis 50.000 € 10 %. Bis zu 80 % sind nur bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 € möglich. Vorläufig – maßgeblich ist die Zusage der KfW. (Stand 10/2026)
Blindleistung
Stromanteil, der zwischen Wechselrichter und Netz hin- und herpendelt, ohne nutzbare Arbeit zu verrichten. Wechselrichter können Blindleistung nach den Vorgaben des Netzbetreibers bereitstellen und so das Netz stabilisieren.
Brauchwasser-Wärmepumpe
Kleine Wärmepumpe nur für Warmwasser. Kann gut mit Solarstrom laufen und ist auch ohne Heizungstausch sinnvoll.
Bypass-Diode
Schutzdiode im Solarmodul, die verschattete Zellgruppen überbrückt. So verliert ein teilverschattetes Modul nur einen Teil seiner Leistung.
C
CEE-Stecker
Industriestecker für Drehstrom (rot, 16 oder 32 A). Wallboxen werden in der Regel fest angeschlossen; eine CEE-Steckdose ist eher für mobile Ladegeräte gedacht.
Cloud-Monitoring
Online-Portal oder App, die Erzeugung, Verbrauch und Fehler anzeigt. Bei unseren Anlagen zeigt zusätzlich das Autark-Steuergerät sekundengenaue Werte auf dem Display im Haus.
COP (Leistungszahl)
Leistungszahl einer Wärmepumpe unter festen Prüfbedingungen. Ein COP von 4 heißt: aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme. Für den ganzen Jahresbetrieb zählt die JAZ.
CO₂-Bilanz
Klimawirkung über den ganzen Lebenszyklus. Eine Solaranlage hat die Energie für ihre Herstellung nach wenigen Jahren wieder erzeugt.
D
Dachneigung
Neigung der Dachfläche. In Deutschland sind etwa 30–35° ideal, aber auch flachere und steilere Dächer liefern gute Erträge. Flachdächer werden mit Aufständerung belegt.
Degradation
Langsame Leistungsabnahme von Solarmodulen über die Jahre. Für unser Standardmodul gibt Trina Solar 25 Jahre Produktgarantie und 30 Jahre Leistungsgarantie (Herstellerangabe).
Direktvermarktung
Verkauf des Solarstroms über einen Direktvermarkter an der Strombörse statt fester Vergütung. Für große Anlagen Pflicht, für Einfamilienhäuser bisher meist nicht relevant. Mit der geplanten EEG-Novelle 2027 soll sie wichtiger werden (EEG 2027).
Dynamischer Stromtarif
Stromtarif, dessen Preis sich stündlich oder viertelstündlich an der Börse orientiert. Mit intelligentem Messsystem und Steuerung kannst du Speicher, Wallbox oder Wärmepumpe in günstige Zeiten legen.
E
EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)
Gesetz, das unter anderem die Vergütung für eingespeisten Solarstrom regelt. Seit 1. August 2026 gibt es 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung bis 10 kWp, für 20 Jahre. Laut Regierungsentwurf soll die feste Vergütung für neue Anlagen ab 01.01.2027 entfallen; geplant ist stattdessen eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für höchstens 36 Monate (noch nicht beschlossen, Stand 10/2026, EEG 2027).
Eigenverbrauch / Eigenverbrauchsquote
Anteil deines Solarstroms, den du selbst nutzt statt ihn einzuspeisen. Ohne Speicher meist 20–40 %, mit Speicher 50–70 %. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart rund 37 ct (Durchschnittspreis 2026), eine eingespeiste bringt bei Inbetriebnahme bis 31.12.2026 nur 7,70 ct.
Einspeisevergütung
Feste Vergütung für eingespeisten Solarstrom, 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Seit 1. August 2026: 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung bis 10 kWp. Gilt für Anlagen, die bis 31.12.2026 in Betrieb gehen. Laut Regierungsentwurf soll sie für neue Anlagen ab 01.01.2027 entfallen; geplant ist eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für höchstens 36 Monate (noch nicht beschlossen, Stand 10/2026).
EMS (Energiemanagementsystem)
Software oder Gerät, das Erzeugung, Speicher und große Verbraucher wie Wärmepumpe und Wallbox aufeinander abstimmt, um möglichst viel Solarstrom selbst zu nutzen.
Energieausweis
Dokument, das die Energieeffizienz eines Gebäudes in Klassen einstuft. Pflicht bei Verkauf und Vermietung.
Erdwärmepumpe
Wärmepumpe, die Wärme aus dem Erdreich über Kollektoren oder eine Bohrung gewinnt. Sehr effizient, aber teurer in der Anschaffung und genehmigungspflichtig.
Ertrag / spezifischer Ertrag
Jährliche Stromerzeugung pro kWp. Im Weserbergland rund 900–1.000 kWh pro kWp – eine 8-kWp-Anlage erzeugt also etwa 7.200–8.000 kWh im Jahr.
F
F-Gase (fluorierte Treibhausgase)
Fluorierte Kältemittel in Klimaanlagen und Wärmepumpen mit teils hohem Treibhauspotenzial. Natürliche Kältemittel wie Propan (R290) haben ein sehr geringes Treibhauspotenzial.
Flachdach
Dach mit wenig oder keiner Neigung. Module werden aufgeständert, oft in Ost-West-Richtung. Statik und Windlast werden geprüft (Solar nach Dachtyp).
Fundamenterder
Erdungsanlage im Fundament eines Gebäudes. Für den Blitz- und Potenzialausgleich einer Solaranlage wird geprüft, ob die vorhandene Erdung ausreicht.
G
Gebäudeenergiegesetz (GEG) / Gebäudemodernisierungsgesetz
Seit dem 29.07.2026 heißt das frühere GEG Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Die 65-Prozent-Regel und die Austauschpflicht für alte Kessel sind weggefallen, Gas- und Ölheizungen dürfen wieder eingebaut werden. Wer nach dem 29.07.2026 eine neue Gas- oder Ölheizung in ein bestehendes Haus einbaut, muss aber steigende Bio-Anteile nutzen: 10 % ab 2029, 15 % ab 2030, 30 % ab 2035, 60 % ab 2040. Mit einer Wärmepumpe bist du davon unabhängig (mehr dazu).
Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (§ 42b EnWG)
Einfaches Modell für Solarstrom im Mehrfamilienhaus: Der Strom vom Dach wird nach einem Aufteilungsschlüssel auf die teilnehmenden Parteien im Gebäude verteilt. Anders als beim Mieterstrom muss der Betreiber keinen Reststrom liefern – jede Partei behält ihren eigenen Stromvertrag für den Strom aus dem Netz. Voraussetzung ist eine viertelstündliche Messung bei allen Teilnehmenden.
Grundlast
Strom, den dein Haus rund um die Uhr braucht – etwa Kühlschrank, Router und Stand-by-Geräte. Tagsüber deckt sie die Solaranlage, abends und nachts der Speicher.
H
Heizlast
Wärmeleistung, die ein Gebäude am kältesten Auslegungstag braucht. Sie wird nach DIN EN 12831 berechnet und ist die Grundlage für die richtige Größe der Wärmepumpe.
Hybrid-Wechselrichter
Wechselrichter, der Solarstrom umwandelt und zusätzlich einen Batteriespeicher lädt und entlädt. Unser Standard ist der Sungrow SH15T, als Alternative – vor allem im Mehrfamilienhaus – Deye.
I
IP-Schutzart
Kennzeichnung, wie gut ein Gerät gegen Staub und Wasser geschützt ist. Für Geräte, die ungeschützt im Freien stehen, ist IP65 üblich. Geräte mit IP55 – etwa unsere Sungrow-SBH-Speicher – sind laut Hersteller auch für außen zugelassen; wir stellen sie dann geschützt auf, zum Beispiel unter einem Dachüberstand.
Iso-Prüfung
Isolationsmessung, die der Wechselrichter vor dem Start durchführt. Sie erkennt Isolationsfehler an Kabeln oder Modulen.
J
JAZ (Jahresarbeitszahl)
Effizienz einer Wärmepumpe im echten Betrieb über ein Jahr. JAZ 3,5 heißt: aus 1 kWh Strom werden im Mittel 3,5 kWh Wärme. Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen im Bestand typischerweise etwa 3 bis 4.
K
KfW
Förderbank des Bundes. Bietet den Kredit 270 für Solaranlagen und Speicher und den Zuschuss für Wärmepumpen im bestehenden Wohnhaus (Programm 458, 30 % bis 70 % der förderfähigen Kosten; Einkommensbonus gestaffelt: bis 30.000 € zu versteuerndes Haushaltseinkommen 40 %, bis 40.000 € 30 %, bis 50.000 € 10 %; bis zu 80 % nur bis 30.000 €). Den Zuschuss beantragst du selbst in „Meine KfW“, bevor die Arbeiten beginnen. Vorläufig – maßgeblich ist die Zusage der KfW. (Stand 10/2026)
Kombispeicher
Wasserspeicher, der Heizungswasser und Trinkwasser zugleich bereithält.
kWh (Kilowattstunde)
Einheit für Energie: 1.000 Watt eine Stunde lang. Ein Haushalt mit vier Personen verbraucht ohne Wärmepumpe oft 4.000–5.000 kWh im Jahr.
kWp (Kilowatt-Peak)
Nennleistung einer Solaranlage unter Standard-Testbedingungen. Im Weserbergland erzeugt 1 kWp rund 900–1.000 kWh im Jahr.
L
Leistungs-Optimierer
Kleines Bauteil am Modul, das jedes Modul einzeln regelt. Sinnvoll bei ungleichmäßiger Verschattung.
Lithium-Eisenphosphat (LFP / LiFePO₄)
Lithium-Eisenphosphat (LFP) ist die heute übliche Zellchemie für Heimspeicher: thermisch stabil und langlebig.
M
Marktstammdatenregister (MaStR)
Register der Bundesnetzagentur, in das Solaranlagen und Speicher eingetragen werden müssen – innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Den Eintrag bereiten wir mit dir vor und erledigen ihn auf Wunsch mit deiner Vollmacht – verantwortlich bleibst du als Betreiber.
Messkonzept
Plan, wie die Zähler in einem Gebäude angeordnet und verschaltet werden, damit Erzeugung, Lieferung an die Bewohner und Netzbezug sauber getrennt gemessen und abgerechnet werden können. Bei Mieterstrom und gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung wird es mit dem Netzbetreiber abgestimmt.
Mieterstrom
Solarstrom vom Dach eines Wohngebäudes, den der Anlagenbetreiber direkt an die Bewohner im selben Gebäude liefert – ohne den Umweg über das öffentliche Netz. Der Mieterstromanbieter liefert auch den Reststrom mit, die Teilnahme ist für Mieter freiwillig (Mieterstrom planen).
Mikro-Wechselrichter
Kleiner Wechselrichter direkt am Modul. Vorteil bei Teilverschattung, aber mehr Technik auf dem Dach.
MPP-Tracker
Regelung im Wechselrichter, die den besten Arbeitspunkt eines Modulstrangs sucht. Mehrere MPP-Tracker erlauben Dachflächen mit unterschiedlicher Ausrichtung.
Multi-Split-Klima
Klimaanlage mit einem Außengerät und mehreren Innengeräten für mehrere Räume.
N
Netzanmeldung
Anmeldung der Solaranlage beim Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme. Das übernehmen wir für dich.
Notstrom / Ersatzstrom
Zwei verschiedene Dinge: Notstrom meint meist eine einzelne Steckdose oder eine Phase am Wechselrichter, an die du bei Netzausfall von Hand Geräte anschließt. Ersatzstrom heißt: Fällt das Netz aus, schaltet die Anlage automatisch um und versorgt dein Hausnetz – ganz oder wichtige Stromkreise – aus Speicher und Solaranlage weiter. Bei jeder Autark-Anlage mit Speicher ist Ersatzstrom mit automatischer Umschaltung dabei, ohne Aufpreis. Ohne Speicher gibt es keinen Ersatzstrom.
O
OCPP (Open Charge Point Protocol)
Offener Standard, über den Wallboxen mit Energiemanagement und Abrechnungssystemen kommunizieren.
Ost-West-Ausrichtung
Anlage mit Modulen nach Osten und Westen. Etwas weniger Jahresertrag als Süd, aber Strom morgens und abends – gut für den Eigenverbrauch.
P
Photovoltaik (PV)
Direkte Umwandlung von Sonnenlicht in Strom mit Solarzellen, meist aus Silizium.
Pufferspeicher
Wasserspeicher, der Wärme der Wärmepumpe zwischenspeichert und für gleichmäßigere Laufzeiten sorgt.
Pultdach
Dach mit einer einzigen geneigten Fläche. Gut für Solar, wenn es nach Süden, Osten oder Westen zeigt.
PVGIS
Kostenloses Werkzeug der EU mit Strahlungs- und Ertragsdaten für Standorte in Europa.
R
R290 (Propan)
Natürliches Kältemittel Propan mit sehr geringem Treibhauspotenzial. Den früheren Effizienzbonus gibt es seit 21.07.2026 nicht mehr, aber ab 01.01.2028 fördert die KfW nur noch Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel wie R290.
Reststrom
Der Teil deines Verbrauchs, den Solaranlage und Speicher nicht decken und der aus dem Netz kommt – etwa nachts oder im Winter. Beim Mieterstrom liefert ihn der Mieterstromanbieter mit, bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung bezieht jede Partei ihn bei ihrem eigenen Stromlieferanten.
Rücklieferzähler
Zweirichtungszähler, der Bezug aus dem Netz und Einspeisung getrennt misst. Er wird vom Messstellenbetreiber gesetzt.
S
Satteldach
Häufigste Dachform mit zwei geneigten Flächen – meist sehr gut für Solar geeignet.
SCOP
Jahreszeitbezogene Effizienz einer Wärmepumpe oder Klimaanlage beim Heizen, ermittelt unter Normbedingungen.
SEER
Jahreszeitbezogene Effizienz einer Klimaanlage beim Kühlen. Je höher, desto weniger Strom braucht sie.
Smart Meter
Intelligentes Messsystem, das Verbrauch und Einspeisung viertelstündlich misst und übermittelt. Pflicht unter anderem für Solaranlagen über 7 kW. Ermöglicht dynamische Stromtarife.
Solar-Modul
Solarmodul, das Sonnenlicht in Gleichstrom umwandelt. Übliche Module haben heute etwa 400–500 Wp. Unser Standardmodul ist das Trina Solar Vertex S+ mit 505 Wp; der Hersteller gibt 25 Jahre Produkt- und 30 Jahre Leistungsgarantie.
Solarspeicher / Batteriespeicher
Batterie, die überschüssigen Solarstrom für den Abend und die Nacht speichert. Üblich sind 5–15 kWh, unsere Sungrow-SBH-Speicher beginnen bei 10 kWh. Sie erhöht den Eigenverbrauch meist auf 50–70 % (Solaranlage mit Speicher).
Steuerfreiheit kleiner Solaranlagen
Erträge aus Solaranlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind seit 2022 einkommensteuerfrei. Beim Kauf gilt seit 2023 zudem 0 % Mehrwertsteuer. Die früher nötige „Liebhaberei“-Erklärung ist damit meist überflüssig.
String
Reihenschaltung mehrerer Module. Module in einem String sollten gleich ausgerichtet und möglichst gleich verschattet sein.
T
Tiefentladung
Entladung einer Batterie unter die zulässige Grenze. Moderne Speicher verhindern das über ihr Batteriemanagement.
TOPCon-Modul Tunnel Oxide Passivated Contact
Weit verbreitete Zelltechnologie für Solarmodule mit hohem Wirkungsgrad.
Ü
Überschusseinspeisung
Übliche Betriebsart: Du nutzt Solarstrom zuerst selbst und speist nur den Überschuss ein.
U
Unterkonstruktion
Schienen, Haken und Klemmen, die die Module mit dem Dach verbinden. Sie muss zur Dachform und Eindeckung passen.
Unterzähler
Zusätzlicher Zähler hinter dem Hauptzähler, der den Verbrauch einer einzelnen Wohnung oder eines Geräts erfasst. Im Mehrfamilienhaus misst er, wie viel Strom jede Partei verbraucht. Wird danach abgerechnet, muss er den eichrechtlichen Vorgaben entsprechen.
V
Verbraucher-Management
Steuerung großer Verbraucher wie Wallbox oder Wärmepumpe, damit sie bevorzugt bei Solarüberschuss laufen.
Verschattung
Schatten auf einem Teil der Module verringert den Ertrag. Abhilfe schaffen eine angepasste Belegung, Bypass-Dioden oder Optimierer.
Volllaststunden
Rechnerische Stunden, die eine Anlage mit voller Leistung laufen müsste, um den Jahresertrag zu erzeugen – im Weserbergland rund 900–1.000.
Vorlauftemperatur
Temperatur des Heizwassers, das zu den Heizkörpern fließt. Je niedriger, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Im Altbau sind 50–55 °C oft ausreichend (mehr dazu).
W
Wallbox
Ladestation für E-Autos zu Hause, meist mit 11 kW. Mit Überschussladen lädt sie bevorzugt Solarstrom (11 oder 22 kW?).
Walmdach
Dach mit vier geneigten Flächen. Die kleineren Teilflächen brauchen mehr Planung, bieten aber mehrere Ausrichtungen.
Wärmepumpe
Heizung, die Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser mit Strom auf Heiztemperatur bringt. Beim Heizungstausch im bestehenden Wohnhaus sind über die KfW (Programm 458) bis zu 70 % Zuschuss möglich, bis zu 80 % nur bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 € (unsere Wärmepumpen). Vorläufig – maßgeblich ist die Zusage der KfW. (Stand 10/2026)
Wartung & Inspektion
Solaranlagen brauchen wenig Pflege. Für Wärmepumpen ist eine regelmäßige Wartung sinnvoll; je nach Kältemittelmenge gelten Prüfpflichten.
Wechselrichter
Gerät, das den Gleichstrom der Module in Wechselstrom für das Hausnetz umwandelt. Wir setzen auf Wechselrichter von Sungrow.
Wirkungsgrad
Anteil der Sonnenenergie, den ein Modul in Strom umwandelt. Übliche Module liegen heute bei über 20 %.
Z
Zählerschrank
Schrank mit Zähler, Sicherungen und Schutzschaltern. Bei älteren Häusern muss er für eine Solaranlage oft angepasst oder erneuert werden.