„Solar lohnt sich nur in Süddeutschland.“

Stimmt nicht. Im Weserbergland und in Ostwestfalen-Lippe erzeugt eine gut ausgerichtete Anlage rund 900–1.000 kWh pro kWp und Jahr. Im Süden ist es etwas mehr, aber der Unterschied ist überschaubar. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist vor allem, wie viel Solarstrom du selbst nutzt.

„Solar lohnt sich nur auf Süddächern.“

Stimmt nicht. Ost-West-Dächer erzeugen etwas weniger als ein Süddach, verteilen den Strom aber besser über den Tag. Das passt gut zum Verbrauch morgens und abends. Nur reine Norddächer eignen sich kaum.

„Module halten nur 10–15 Jahre.“

Stimmt nicht. Hersteller wie Trina Solar geben 25 Jahre Leistungsgarantie. Viele Anlagen laufen deutlich länger. Der Wechselrichter muss oft nach 10–15 Jahren getauscht werden – das ist planbar.

„Eine Solaranlage macht viel Arbeit.“

Stimmt nicht. Eine Solaranlage hat keine beweglichen Teile. Regen reinigt geneigte Module meist ausreichend. Wichtig ist, gelegentlich einen Blick auf die Werte zu werfen – unser Autark-Steuergerät zeigt sie dir sekundengenau auf dem Display im Haus, und per Fernwartung können wir bei Auffälligkeiten nachsehen.

„Bei Stromausfall liefert die Solaranlage weiter Strom.“

Stimmt nur mit Notstromfunktion. Normale Wechselrichter schalten bei einem Netzausfall aus Sicherheitsgründen ab. Für eine Notstromversorgung brauchst du einen geeigneten Hybrid-Wechselrichter mit Speicher und eine entsprechende Installation.

„Speicher rechnen sich nie.“

Stimmt so nicht. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch meist von 20–40 % auf 50–70 %. Ob er sich rechnet, hängt vom Abendverbrauch, dem Strompreis und der Speichergröße ab. Mit Wärmepumpe oder E-Auto und wenn die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen ab 2027 wie geplant entfällt, wird er wichtiger.

„Ein Speicher braucht einen gekühlten Raum.“

Stimmt nicht. Lithium-Eisenphosphat-Speicher (LFP) brauchen einen trockenen, frostfreien Raum im zulässigen Temperaturbereich des Herstellers – ein Keller oder Hauswirtschaftsraum reicht meist.

„Mieten ist günstiger als kaufen.“

Meist nicht. Über 20 Jahre zahlst du bei Mietmodellen in der Regel deutlich mehr als beim Kauf, und die Anlage gehört dir während der Laufzeit nicht. Der Vergleich im Detail: Solaranlage mieten oder kaufen?

„0 % MwSt. macht die Steuer kompliziert.“

Im Gegenteil. Seit 2023 zahlst du beim Kauf keine Mehrwertsteuer und musst dich nicht als Unternehmer anmelden. Erträge aus Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind zudem einkommensteuerfrei. Mehr: 0 % MwSt. auf Solar.

„Die Anmeldung dauert ewig.“

Stimmt meist nicht. Solaranlagen auf Wohnhausdächern sind in Niedersachsen und NRW in der Regel baugenehmigungsfrei (Ausnahmen etwa bei Denkmalschutz). Nötig sind die Anmeldung beim Netzbetreiber und der Eintrag ins Marktstammdatenregister – das übernehmen wir für dich.

„Solar beschädigt das Dach.“

Nicht bei fachgerechter Montage. Die Unterkonstruktion wird an den Sparren befestigt, die Dachhaut bleibt dicht. Wichtig ist, dass das Dach in gutem Zustand ist – steht eine Sanierung an, sollte sie vorher erfolgen.

„Hagel zerstört Solarmodule.“

Selten. Module werden nach Norm unter anderem auf Hagelschlag geprüft. Bei extremen Unwettern kann es trotzdem Schäden geben – deshalb gehört die Anlage in die Versicherung.

„Wärmepumpen funktionieren nicht im Altbau.“

Stimmt nicht. In den meisten Altbauten funktioniert eine Wärmepumpe, wenn die Räume mit einer Vorlauftemperatur von etwa 50–55 °C warm werden. Eine Heizlastberechnung zeigt, ob und mit welchen Anpassungen es passt. Mehr: Wärmepumpe im Altbau.

„Eine Wärmepumpe braucht eine Fußbodenheizung.“

Stimmt nicht. Viele Wärmepumpen laufen mit Heizkörpern. Manchmal werden einzelne Heizkörper gegen größere getauscht.

„Wärmepumpen sind zu laut.“

Nicht bei guter Planung. Moderne Außengeräte sind leise. Wichtig sind ein geeigneter Aufstellort und genug Abstand zum Nachbarn, damit die Grenzwerte der TA Lärm eingehalten werden.

„Eine Wärmepumpe braucht keine Wartung.“

Stimmt nicht ganz. Eine Wärmepumpe braucht weniger Pflege als eine Öl- oder Gasheizung, eine regelmäßige Wartung ist aber sinnvoll, damit sie effizient bleibt. Je nach Kältemittelmenge gelten zudem Prüfpflichten.

„Förderung für Wärmepumpen gibt es nur im Neubau.“

Stimmt nicht. Die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) ist gerade für den Heizungstausch im Bestand gedacht: 30 % Grundförderung plus Boni, zusammen bis zu 70 %, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 €, mit Kind bis 40.000 €, bis zu 80 %. Mehr: Wärmepumpe Förderung 2026.

„Klimaanlagen sind Stromfresser.“

Moderne Split-Geräte nicht. Inverter-Klimaanlagen passen ihre Leistung an und arbeiten als Wärmepumpe sehr effizient. Ein Split-Gerät im Schlafzimmer braucht im Sommer oft nur einige Dutzend Kilowattstunden – mit Solarstrom noch günstiger. Mehr: Klimaanlage Kosten.