Ob sich Solar auf deinem Dach lohnt, hängt von Ausrichtung, Neigung, Verschattung und der nutzbaren Fläche ab – und damit auch von der Dachform. Wir planen und montieren Anlagen im Weserbergland und in Ostwestfalen-Lippe auf allen gängigen Dachformen. Die Größenangaben unten sind Richtwerte für Einfamilienhäuser.
Satteldach
Die häufigste Dachform bei Einfamilienhäusern: zwei geneigte Flächen, die am First zusammenlaufen.
- Vorteile: große zusammenhängende Flächen, Belegung nach Süden oder Ost-West möglich, bewährte Unterkonstruktion
- Worauf achten: Schornstein, Gauben und Dachfenster verringern die nutzbare Fläche
- Typische Größe: etwa 6–14 kWp
Flachdach
Dächer mit wenig oder keiner Neigung, etwa auf Bungalows, Anbauten, Garagen und Carports.
- Vorteile: freie Ausrichtung, Ost-West-Aufständerung verteilt den Ertrag über den Tag
- Worauf achten: Die Statik muss Ballast oder Befestigung tragen, die Dachhaut darf nicht beschädigt werden, und die Windlast wird berechnet
- Typische Größe: abhängig von der Fläche, bei Einfamilienhäusern oft 5–15 kWp
Walmdach
Vier geneigte Dachflächen, auch an den Giebelseiten.
- Vorteile: mehrere Ausrichtungen, dadurch Erzeugung über den ganzen Tag
- Worauf achten: kleinere, dreieckige Teilflächen – mehr Planungsaufwand und ein Wechselrichter mit mehreren Eingängen (MPP-Trackern)
- Typische Größe: etwa 5–12 kWp
Pultdach
Eine einzige geneigte Dachfläche, häufig bei modernen Häusern, Anbauten und Garagen.
- Vorteile: eine große zusammenhängende Fläche, einfache Montage
- Worauf achten: Die Ausrichtung entscheidet – ein Pultdach nach Norden eignet sich kaum
- Typische Größe: etwa 6–16 kWp
Krüppelwalmdach
Eine Mischform: Satteldach mit abgeschrägten Giebelspitzen.
- Vorteile: Die Hauptflächen lassen sich nutzen wie beim Satteldach
- Worauf achten: Die kleinen Walmflächen lohnen sich oft nicht
- Typische Größe: etwa 7–14 kWp
Ausrichtung und Neigung
Ein Süddach bringt den höchsten Tagesertrag. Ost-West-Dächer liefern etwas weniger, verteilen den Strom aber besser über den Tag – das passt gut zu einem hohen Eigenverbrauch. Reine Norddächer eignen sich nur eingeschränkt. Mehr dazu, wann sich eine Anlage rechnet, liest du unter Lohnt sich Photovoltaik?
Dachzustand zuerst prüfen
Eine Solaranlage bleibt viele Jahrzehnte auf dem Dach. Steht in den nächsten Jahren eine Sanierung an, ist es meist günstiger, erst das Dach zu machen. Wir schauen uns vor dem Angebot Dachzustand, Statik und Verschattung an.
Einen ersten Eindruck von deinem Dach bekommst du mit der App Autark Hausplaner. Was die Anlage kostet, zeigt Solaranlage Kosten.