Die drei Hebel
- Selbst erzeugen: Solarstrom vom eigenen Dach kostet über die Lebensdauer deutlich weniger als Netzstrom zu rund 37 ct/kWh (Durchschnitt 2026).
- Selbst nutzen: Ein Speicher und kluge Steuerung erhöhen den Anteil, den du selbst verbrauchst.
- Fossile Energie ersetzen: Wärmepumpe statt Gas- oder Ölheizung, E-Auto statt Verbrenner – beides kann mit Solarstrom laufen.
Vier Ausbaustufen
Stufe 1: Solaranlage ohne Speicher
Du nutzt den Strom, wenn er entsteht – also tagsüber. Der Überschuss wird eingespeist. Üblich sind 20–40 % Eigenverbrauch. Als Richtwert kostet eine 5-kWp-Anlage ohne Speicher bei uns ab 9.750 €.
Stufe 2: Solaranlage mit Speicher
Der Speicher verschiebt Solarstrom in den Abend. Der Eigenverbrauch steigt meist auf 50–70 %. Unsere Solaranlage mit 8 kWp kostet ab 16.400 € inklusive Montage und 0 % MwSt. Welcher Speicher zu deinem Wechselrichter passt und was er kostet, rechnet dir der Planer in der App genau aus.
Stufe 3: plus Wärmepumpe
Die Wärmepumpe ersetzt die fossile Heizung und nutzt in Frühling, Sommer und Herbst viel eigenen Solarstrom. Im Winter kommt der größte Teil aus dem Netz. Wärmepumpen bieten wir ab 24.900 € an (Preis vor Förderung). Beim Heizungstausch in bestehenden Wohnhäusern ist im KfW-Programm 458 ein Zuschuss von bis zu 70 % möglich – vorläufig, maßgeblich ist die Zusage der KfW (Stand 10/2026).
Stufe 4: plus E-Auto und Klimaanlage
Ein E-Auto lädt per Überschussladen dann, wenn die Sonne scheint. Eine Klimaanlage braucht Strom genau dann, wenn die Anlage viel erzeugt – an heißen Sommertagen.
Beispielrechnung: Haushaltsstrom
Ein Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch, einer Solaranlage mit 8 kWp und einem Speicher mit 10 kWh:
| Position | Ohne Solaranlage | Mit Solaranlage und Speicher |
|---|---|---|
| Strom aus dem Netz | 4.500 kWh | ca. 1.400 kWh |
| Kosten bei 0,37 €/kWh | ca. 1.665 € | ca. 520 € |
| Einspeisevergütung | – | ca. 350 € |
| Stromkosten netto | ca. 1.665 € | ca. 170 € |
Annahmen: rund 950 kWh Ertrag pro kWp, etwa 70 % des Verbrauchs aus eigenem Solarstrom, Einspeisevergütung 7,70 ct/kWh bei Inbetriebnahme bis 31.12.2026. Grundgebühren sind nicht berücksichtigt. Mehr Details: Lohnt sich Photovoltaik?
Tipps für mehr Eigenverbrauch
- Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine mittags oder per Timer laufen lassen
- E-Auto tagsüber laden – mit Überschussladen an der Wallbox
- Die Wärmepumpe tagsüber etwas mehr heizen lassen, das Haus speichert die Wärme
- Räume an heißen Tagen mittags mit der Klimaanlage vorkühlen
- Stand-by-Verbraucher abschalten
- Einen dynamischen Stromtarif prüfen, wenn ein intelligentes Messsystem vorhanden ist
Mit dem Autark-Steuergerät siehst du sekundengenau auf dem Display im Haus, wie viel Strom gerade erzeugt und verbraucht wird – so findest du schnell den richtigen Zeitpunkt für große Verbraucher.
Langfristig denken
Steigen die Strompreise weiter, wird jede selbst erzeugte Kilowattstunde wertvoller. Solarmodule halten viele Jahrzehnte; Hersteller wie Trina Solar geben 25 Jahre Leistungsgarantie. Laut Regierungsentwurf (noch nicht beschlossen, Stand 10/2026) soll die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen ab 01.01.2027 entfallen; geplant ist stattdessen eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für höchstens 36 Monate – umso wichtiger wird der Eigenverbrauch (EEG 2027).