Offen gesagt

Wir verkaufen Solaranlagen zum Kauf und bieten keine Miete an. Deshalb nennen wir hier keine Mietpreise einzelner Anbieter, sondern zeigen dir, worauf du bei jedem Angebot achten solltest – damit du selbst rechnen kannst.

So funktioniert das Mietmodell

Beim Mietmodell installiert ein Anbieter eine Solaranlage auf deinem Dach, und du zahlst eine monatliche Rate – meist über viele Jahre, oft 20. Während der Laufzeit gehört die Anlage dem Anbieter. Je nach Vertrag sind in der Rate zum Beispiel enthalten:

  • Planung, Installation und Anmeldung der Anlage,
  • die Komponenten (Module, Wechselrichter, eventuell Speicher),
  • Wartung, Reparaturen und Versicherung während der Laufzeit,
  • ein Monitoring der Anlage.

Wer die Einspeisevergütung bekommt, wer offiziell Betreiber der Anlage ist und was nach Ende der Laufzeit passiert, regelt der jeweilige Vertrag – das unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter.

So funktioniert der Kauf

Beim Kauf bezahlst du die Anlage einmalig oder finanzierst sie, zum Beispiel über den KfW-Kredit 270 oder einen Kredit deiner Hausbank. Die Anlage gehört dir sofort, und du entscheidest selbst über Komponenten, Größe und später über Erweiterungen wie einen Speicher. Um Versicherung und gegebenenfalls Wartung kümmerst du dich selbst.

Bei uns kostet eine Solaranlage 5 kWp ab 9.750 € (Richtwert, ohne Speicher) und eine Solaranlage 8 kWp ab 16.400 € (0 % MwSt.) – als Festpreis im Vertrag. Zusatzkosten gibt es nur in klar benannten Fällen, die wir vorher mit dir besprechen – nie ohne deine Zustimmung. Welcher Speicher zu deinem Wechselrichter passt und was er kostet, rechnet dir der Planer in der App genau aus.

Der Unterschied bei der Mehrwertsteuer

Ein Punkt, der oft übersehen wird: Der Kauf einer Solaranlage mit Speicher auf einem Wohngebäude ist mit 0 % Umsatzsteuer begünstigt. Die Miete ist nicht begünstigt – auf die Mietraten fallen 19 % Umsatzsteuer an. Mehr dazu im Artikel 0 % MwSt. auf Solaranlagen.

So vergleichst du die Kosten ehrlich

Die Monatsrate allein sagt wenig. Vergleiche immer die Summe über die gesamte Laufzeit:

  1. Gesamtkosten Miete: Monatsrate × 12 × Laufzeit in Jahren. Ein Beispiel mit einer angenommenen Rate: 150 € im Monat über 20 Jahre ergeben 36.000 €. Prüf außerdem, ob die Rate steigen kann (Preisanpassungsklausel).
  2. Gesamtkosten Kauf: Kaufpreis, bei Finanzierung plus Zinsen. Dazu kommen Versicherung und eventuelle Reparaturen, die bei der Miete oft enthalten sind – etwa ein Wechselrichtertausch im Laufe der Jahre.
  3. Gleiche Anlage vergleichen: gleiche Leistung in kWp, mit oder ohne Speicher, gleiche Leistungen im Paket.
  4. Einspeisevergütung: Wer bekommt sie? Bei Inbetriebnahme bis 31.12.2026 sind es 7,70 ct/kWh bis 10 kWp, 20 Jahre lang.
  5. Ende der Laufzeit: Gehört dir die Anlage danach, musst du sie kaufen, oder wird sie abgebaut?

Den größten Teil der Ersparnis bringt ohnehin der selbst genutzte Strom: Jede Kilowattstunde vom eigenen Dach spart dir beim Beispiel-Strompreis von 37,0 ct/kWh (BDEW-Durchschnitt 2026) genau diesen Betrag – egal ob die Anlage gekauft oder gemietet ist. Der Unterschied liegt darin, was du dafür insgesamt bezahlst.

Kauf und Miete im Überblick

PunktKaufMiete
AnfangskostenKaufpreis oder Kreditkeine oder gering
Mehrwertsteuer0 % (Wohngebäude)19 % auf die Raten
Eigentumsofort deinsbeim Anbieter, Regelung zum Laufzeitende laut Vertrag
Wartung, Versicherungselbst organisierenoft in der Rate enthalten
Vertragsbindungkeine laufendemeist viele Jahre
HausverkaufAnlage geht mit dem HausVertrag muss übernommen oder abgelöst werden
Erweiterung, z. B. Speicherjederzeit nach deiner Wahlnach Absprache mit dem Anbieter

Für wen Mieten sinnvoll sein kann

  • Wenig Eigenkapital und kein Kredit: Wenn eine Finanzierung für dich nicht in Frage kommt, ist die Miete ein Weg, trotzdem Solarstrom zu nutzen.
  • Rundum-Paket gewünscht: Wer sich um Wartung, Reparaturen und Versicherung gar nicht kümmern will, bekommt beim Mietmodell vieles aus einer Hand – und zahlt dafür in der Regel mehr.

Für wen der Kauf die bessere Wahl ist

  • Du hast Eigenkapital oder bekommst einen Kredit: Mit dem KfW-Kredit 270 lässt sich auch ohne eigenes Geld kaufen; den Antrag stellst du vor Beginn des Vorhabens über deine Hausbank, die aktuellen Zinsen stehen auf kfw.de.
  • Du bleibst länger im Haus: Je länger die Anlage läuft, desto mehr zahlt sich der Kauf aus.
  • Du willst frei entscheiden: über Komponenten, Speicher und spätere Erweiterungen wie Wallbox oder Wärmepumpe.

Übrigens: Auch beim Kauf musst du dich nicht um alles selbst kümmern. Montiert wird von unserem eigenen Team. Arbeiten am Zählerschrank, die Netzanmeldung und die Inbetriebsetzung übernimmt ein eingetragener Partner-Elektromeister – so wie es vorgeschrieben ist. Die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir. Den Eintrag ins Marktstammdatenregister bereiten wir mit dir vor und erledigen ihn auf Wunsch mit deiner Vollmacht – verantwortlich bleibst du als Betreiber. Zu jeder Anlage gehört unser eigenes Autark-Steuergerät mit sekundengenauen Werten, Display im Haus und Fernwartung – so sehen wir Störungen mit. Auf Montage und Installation gilt die gesetzliche Gewährleistung von 5 Jahren (§ 634a BGB), auf die Module gibt es 25 Jahre Leistungsgarantie des Herstellers.

Checkliste vor der Unterschrift

  • Wie hoch sind die Gesamtkosten über die ganze Laufzeit – inklusive möglicher Preisanpassungen?
  • Wer ist Betreiber der Anlage, und wer bekommt die Einspeisevergütung?
  • Was ist genau enthalten: Speicher, Wartung, Versicherung, Reparaturen, Monitoring?
  • Was passiert bei einem Hausverkauf, und kann man vorzeitig aussteigen?
  • Was passiert am Ende der Laufzeit?
  • Beim Kauf: Steht der Preis als Festpreis im Vertrag? Wann musst du zahlen?

Bei uns gilt: Bezahlt wird erst, wenn wir deine Angaben geprüft haben und du unsere Auftragsbestätigung unterschrieben hast – vorher zahlst und unterschreibst du nichts. Danach werden 40 % fällig, der Rest nach Fertigstellung.

Was kostet deine Anlage beim Kauf?

Im Autark Hausplaner siehst du dein Dach in 3D, deinen möglichen Ertrag und welcher Speicher passt. So hast du eine Grundlage für deinen Vergleich.

App holen

Solaranlage anfragen

Schreib uns kurz, was du vorhast. Telefon oder E-Mail genügt. Unverbindlich: Vorher zahlst und unterschreibst du nichts.

Gut zu wissen: Geht deine Anlage bis 31.12.2026 in Betrieb, gilt die heutige Einspeisevergütung 20 Jahre lang. Für neue Anlagen ab 2027 sieht der Regierungsentwurf stattdessen eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für höchstens 36 Monate vor (Stand 10/2026, noch nicht beschlossen).

Mehrfamilienhaus? Solar und Mieterstrom · Betrieb oder Halle? Solar für Gewerbe

Häufige Fragen

Ist es besser, eine Solaranlage zu kaufen oder zu mieten?
Wer Eigenkapital hat oder einen Kredit bekommt und länger im Haus bleibt, fährt mit dem Kauf meist günstiger, weil keine laufenden Raten anfallen und der Kauf mit 0 % Mehrwertsteuer begünstigt ist. Die Miete bietet dafür oft ein Rundum-Paket ohne Anfangskosten. Vergleiche immer die Gesamtkosten über die ganze Laufzeit.
Gilt 0 % Mehrwertsteuer auch für gemietete Solaranlagen?
Nein. Der Nullsteuersatz gilt für die Lieferung und Montage der Anlage, nicht für die Miete. Auf Mietraten fallen 19 % Umsatzsteuer an.
Kann ich eine Solaranlage ohne Eigenkapital kaufen?
Ja, zum Beispiel über den KfW-Kredit 270 oder einen Kredit deiner Hausbank. Den KfW-Antrag stellst du vor Beginn des Vorhabens selbst; die aktuellen Zinsen findest du auf kfw.de.
Was passiert mit einer gemieteten Anlage, wenn ich das Haus verkaufe?
Das regelt der Mietvertrag. Meist muss der neue Eigentümer den Vertrag übernehmen, oder er wird abgelöst. Prüf diesen Punkt vor der Unterschrift.

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